Große Škoda Show bei der AvD-Histo-Monte

Große Škoda Show bei der AvD-Histo-Monte

Die 25. AvD-Histo-Monte ist Geschichte. Einmal mehr war es eine legendäre Rallye mit Schnee, Starkregen und beeindruckenden Leistungen. Jens Herkommer und Mike Poppe fuhren im Škoda 130 LR auf Gesamtrang zwei. Doch die Jubiläumsausgabe hatte noch viele weitere Highlights zu bieten.

17. 2. 2026 Lifestyle Motorsport

Die AvD-Histo-Monte ist ein echtes Highlight der Oldtimer-Szene und für Škoda-Fans ein Erlebnis voller Emotionen und Automobilkultur. Vom 9. bis 14. Februar machten sich mehr als 60 klassische Fahrzeuge bei winterlichen Bedingungen auf die fast 2.000 Kilometer lange Winter-Tour, die von Rothenburg ob der Tauber über die Alpen bis nach Monte Carlo und weiter nach Cannes führte. Die Veranstaltung ist kein Rennen um Bestzeiten, sondern eine anspruchsvolle Gleichmäßigkeitsrallye für Fahrzeuge bis Baujahr 1995, bei der Teamwork, Zuverlässigkeit und Oldtimer-Genuss im Vordergrund stehen.

Drei Škoda Teams am Start

Bei der Jubiläumsausgabe der Rallye waren auch drei Škoda Duos am Start: Christian Rose und Michael Giesinger im Škoda 120 S Rallye, Jens und Andrea Vogt im Škoda Rapid 130 BAZ und Jens Herkommer, Sieger von 2022, gemeinsam mit Mike Poppe im Škoda 130 LR.

Wie bei einer echten Winter-Oldtimer-Tour nicht anders zu erwarten, spielte das Wetter eine große Rolle: Schnee, Regen, Eis und manchmal sogar Sonnenschein begleiteten die Teilnehmer auf den Etappen durch Deutschland, Schweiz und Frankreich. Wechselnde Straßenverhältnisse, anspruchsvolle Passagen über Alpenpässe und durch legendäre Schluchten sorgten nicht nur für beeindruckende Bilder, sondern auch für spannende Momente bei Fahrern und Fans.

Nach fünf intensiven Tagen belegten Jens Herkommer und Mike Poppe als bestplatziertes Škoda Duo Gesamtrang zwei. „Es war eine sehr schöne und erfolgreiche Rallye, bei der wir unglaublich viel erlebt haben“, sagt Herkommer. In der Teamwertung der drei bestplatzierten Fahrzeuge einer Marke belegte Škoda einen beachtlichen dritten Platz. „Wir haben für Škoda einen tollen Job gemacht und für viel Staunen gesorgt, weil die kleinen Fahrzeuge so weit vorne mitgefahren sind. Gerade auf den schwierigen Rallye-Passagen haben wir gegenüber stärker motorisierten Fahrzeugen wertvolle Zeit gutgemacht“, resümiert Herkommer.

Der Škoda 130 LR, mit dem der Kfz-Meister aus dem Erzgebirge an den Start ging, ist mit seinem Heckmotor und Hinterradantrieb angesichts der Verhältnisse in den 1980er Jahren recht unkonventionell. Dennoch sorgte das Fahrzeug schon damals bei internationalen Rallyes für Aufsehen. Die aus heutiger Sicht eher mäßige Motorleistung von 96 kW kompensiert der 130 LR durch sein geringes Leergewicht von nur 730 Kilogramm.

Sieg am Col de Turini

Etwas Enttäuschung kam am dritten Tag im Fahrerfeld auf, als bekannt wurde, dass der Col du Lautaret aufgrund von Schnee gesperrt war. „Sonst hätten wir möglicherweise sogar die Gesamtwertung gewonnen“, sagt Herkommer mit einem Augenzwinkern. „Umso bemerkenswerter war unsere Leistung bei der Königsprüfung über den 1.607 Meter hohen Col de Turini, die wir gewonnen haben.“ Die besonderen Herausforderungen bei der AvD Histo Monte beschreibt Herkommer so: „Es ist eine anspruchsvolle Rallye, vor allem durch das ständige Rauf- und Runterfahren der Pässe. Das ist fahrerisch sehr herausfordernd und eine große Belastung für Mensch und Material.“

DIE Anekdote der AvD-Histo-Monte 2026 in Bezug auf Teamwork und Kampfgeist lieferten Christian Rose und Michael Giesinger: Am vierten Tag streikte der Wischermotor in ihrem Škoda 120 S Rallye. Die Besatzung behalf sich mehr als zwei Stunden mit Handbetrieb per Seilzug und meisterte die schweißtreibende Aufgabe mit Bravour. Doch nicht nur diese Geschichte und die Prüfungen bleiben in Erinnerung. „Es ist die Organisation und das besondere Flair, die die Rallye ausmachen“, betont Herkommer.

Škoda schreibt Geschichte

Die AvD-Histo-Monte und Škoda sind eng miteinander verbunden. Bereits in der Vergangenheit war die Marke oftmals mit klassischen Rallye-Legenden und liebevoll restaurierten Fahrzeugen bei der Rallye vertreten, darunter 130 RS, 110 R, 130 LR oder Rapid-Modelle, die das Publikum begeisterten und die motorsportliche Tradition von Škoda im historischen Kontext unterstrichen. Einige Škoda Teams feierten bei früheren Ausgaben den Sieg: So gewannen beispielsweise Matthias Kahle und Peter Göbel mit einem Škoda 110 R die 14. AvD-Histo-Monte. Herkommer und Poppe triumphierten 2022 und stellten damit die Zuverlässigkeit klassischer Škoda Fahrzeuge eindrucksvoll unter Beweis.