Sicherheit ist wichtiger als Geschwindigkeit – der ŠKODA FABIA Rally2 evo als „Schutzengel“

› Von der Sicherheitszelle bis zu Sitzen mit „Ohren“: Die Sicherheitsausstattung des ŠKODA FABIA Rally2 evo für die FIA Rallye-Weltmeisterschaft genügt strengsten Anforderungen
› Nahezu 34 Meter Stahlrohre versteifen den Innenraum des ŠKODA FABIA Rally2 evo
› Neu entwickelter Seiten-Aufprallschutz mindert mögliche Unfallfolgen für die Crew

Mladá Boleslav, 18. Juni 2020 – Motorsport ist seit jeher ein risikoreiches Unterfangen. Daher sorgt auch im ŠKODA FABIA Rally2 evo eine umfangreiche, hochmoderne Sicherheitsausstattung dafür, Fahrer und Beifahrer auf den Rallyepisten dieser Welt jederzeit bestmöglich zu schützen. Ein ergänzendes Feature zu diesem Thema inklusive Hintergrundinformationen und einer entsprechenden Grafik findet sich auch auf dem ŠKODA Storyboard.

Ein halbes Dutzend Airbags und zahlreiche elektronische Assistenzsysteme, wie sie in jedem aktuellen ŠKODA Straßenfahrzeug serienmäßig verbaut sind, sind keine Option im sportlichsten Modell des tschechischen Automobilherstellers – dem ŠKODA FABIA Rally2 evo. Elektronische Helfer und Assistenzsysteme sind für die hohen Querbeschleunigungskräfte auf schnellen Asphalt-Wertungsprüfungen, rund 30 Meter weite Sprünge und die wenig materialschonenden Schotterpisten der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) nicht ausgelegt. Stattdessen finden sich an Bord der Wettbewerbsversion des ŠKODA FABIA für WM-Läufe und nationale Rallyes in aller Welt ausgereifte und hochstabile mechanische Sicherheitsvorrichtungen, die Fahrer und Beifahrer umfassend und effektiv schützen. Zu ihnen zählen extra-starke Stahlrohre, Sechspunkt-Gurte und Schalensitze mit speziellem Kopfschutz sowie Seiten-Aufprallschutz aus Kohlefaser und energieabsorbierendem Schaum.

Die Sicherheitsausstattung eines Rallyeautos, das für internationale Veranstaltungen zugelassen ist, muss den strengen Regularien der weltweit zuständigen Motorsportbehörde FIA genügen. Deshalb wird jeder ŠKODA FABIA Rally2 evo ausschließlich von ŠKODA Motorsport in Mladá Boleslav gefertigt. „Wir stellen nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit des Fahrzeugs sicher, sondern tragen auch die volle Verantwortung für die Qualität der Sicherheitsausrüstung zum bestmöglich Schutz von Fahrer und Beifahrer“, betont Michal Hrabánek, Direktor von ŠKODA Motorsport.

Die Sicherheitszelle – die erste Verteidigungslinie im Kampf um die Sicherheit
Bei einem Unfall während einer Rallye, zum Beispiel einem mehrfachen Überschlag auf einem Waldstück, muss zunächst der Innenraum des Autos so gut es geht in Form gehalten werden. Diese Aufgabe fällt der eingeschweißten Sicherheitszelle zu. Beim ŠKODA FABIA Rally2 evo besteht sie aus rund 34 Metern hochfester Stahlrohre, die denjenigen Raum schützen, der bei einem Serienfahrzeug „Fahrgastbereich“ heißt. Die dicksten Rohre haben einen Durchmesser von 50 mm, die meisten anderen sind zwischen 40 und 35 Millimeter dick. Die Seitenscheiben bestehen aus mindestens 3,8 Millimeter dickem Polycarbonat und müssen sich laut Reglement einfach und ohne Werkzeug entfernen lassen. Die Längs- und Diagonal-Verstrebungen in den Türöffnungen, die Kreuz-Verstrebungen unter dem Dach und hinter den Sitzen sowie weitere Rohre rings um die Windschutzscheibe bestehen aus kaltgezogenem, nahtlosem, unlegiertem Kohlenstoffstahl, der beim Aufbau des Fahrzeugs ausschließlich von eigens dazu ausgebildeten Spezialisten geschweißt werden darf.

Der mit Computer-Unterstützung konstruierte Überrollkäfig schützt selbst bei starker Deformation der Karosserie durch einen Unfall den Überlebensraum für Fahrer und Beifahrer. Außerdem ist die Sicherheitszelle integraler Bestandteil der Karosserie und trägt maßgeblich dazu bei, die Verwindungssteifigkeit des gesamten Fahrzeugs zu erhöhen. Somit spricht es auch auf kleinste Änderungen in der Fahrwerksabstimmung direkter an.

Wie auch für Passagiere in Serienfahrzeugen besteht die größte Unfallgefahr für Fahrer und Beifahrer in einem Rallyeauto bei einem seitlichen Aufprall. Während in einem ŠKODA FABIA Serienmodell die Insassen durch die B-Säule, Verstärkungen in den Türen und Airbags geschützt sind, verfügt das Rallyefahrzeug über einen Überroll-Käfig mit verstärkten Seitenschwellern sowie einen speziellen Seitenaufprall-Schutz. Für zusätzliche Sicherheit sorgen Schaumstoff und Carbon-Elemente, die den Raum zwischen Türen und Insassen ausfüllen und die Energie absorbieren.

Das Zusammenspiel zwischen Sitz und Sicherheitsgurt
Ein Serienfahrzeug mit der verstärkten Karosserie eines Rallyeautos würde bei einem Crashtest zwar kaum beschädigt werden, allerdings lägen die Kräfte, die bei einem Aufprall auf die Passagiere einwirken, weit über den geltenden Grenzwerten. Durchtrainierte Rallyecrews verkraften höhere Belastungen besser als der normale Autofahrer, außerdem bieten persönliche Ausrüstung sowie Rennschalensitze und Sechspunkt-Sicherheitsgurte einen deutlich besseren Schutz als ihre Pendants im Serienauto.

Mithilfe maßangefertigter Schalensitze, die eng am Körper liegen, lassen sich Bewegungen im Sitz minimieren. Zusätzlich fixieren die vorgeschriebenen Sechspunkt-Sicherheitsgurte den Körper im Sitz. Ein weiterer seitlicher Kopfschutz – im Rallyejargon oft „Ohren“ genannt – verhindert, dass sich der Kopf zum Beispiel im Falle eines Überschlags unkontrolliert bewegt. Zusätzlich ist ein System zur Fixierung des Kopfes und des Nackens vorgeschrieben, das den Helm mit Hilfe von Bändern entweder an einer Nackenstütze oder an einer Art Geschirr um den Oberkörper verbindet. Das durch den Sechspunkt-Sicherheitsgurt fixierte System sorgt für eine zusätzliche Stabilisierung und vermindert das Risiko von Nackenverletzungen bei einem Frontal- oder Heckaufprall.

Um die Feuergefahr durch einen Unfall zu minimieren, ist der ŠKODA FABIA Rally2 evo zusätzlich zu den an Bord mitgeführten Handfeuerlöschern mit einem eingebauten Feuerlöschsystem ausgerüstet. Wenn nötig, wird Löschschaum in Innen- und Motorraum gesprüht. Das System kann auch von außen über einen Druckknopf auf der Karosserie aktiviert werden, zum Beispiel durch einen Streckenposten. ŠKODA verwendet dazu Schalter mit einer Vorrichtung, die ein unbeabsichtigtes Auslösen verhindert. In der bisherigen Geschichte des Rallyesports ist es nämlich bereits mehrfach vorgekommen, dass ein begeisterter Fan durch einen Klaps auf die Motorhaube bei dem jeweiligen Fahrzeug versehentlich die Feuerlöschanlage aktiviert hat.

Einen Artikel mit ergänzenden Hintergrundinformationen und einer detaillierten Grafik zu diesem Thema finden Sie auch auf dem ŠKODA Storyboard.

Der Kalender der FIA Rallye-Weltmeisterschaft 2020

Veranstaltung/Datum
Rallye Monte Carlo 23.01.–26.01.2020
Rallye Schweden 13.02.–16.02.2020
Rallye Mexiko 12.03.–15.03.2020
(Rallye Argentinien 23.04.–26.04.2020*)
Rallye Portugal 21.05.–24.05.2020* abgesagt
(Rallye Italien 04.06.–07.06.2020*)
Rallye Kenia 16.07.–19.07.2020 abgesagt
Rallye Finnland 06.08.–09.08.2020 abgesagt
Rallye Neuseeland 03.09.–06.09.2020 abgesagt
Rallye Türkei 24.09.–27.09.2020
Rallye Deutschland 15.10.–18.10.2020
Rallye Großbritannien 29.10.–01.11.2020 abgesagt
Rallye Japan 19.11.–22.11.2020

*Veranstaltungen aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus verschoben

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