So funktioniert die ŠKODA-Allradtechnik

So funktioniert die ŠKODA-Allradtechnik

›   Fünfte Generation der elektronisch gesteuerten Lamellenkupplung mit wichtigen Innovationen
›   Gewicht- und Platzeinsparung dank neuester Technik
›   All-in-one Lösung: Allradantrieb interagiert mit elektronischen Assistenzsystemen für maximale Traktion und Sicherheit

Alle aktuellen Allrad-Modelle von ŠKODA verfügen über eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung der fünften Generation. Die Hauptvorteile sind niedrigeres Gewicht und geringerer Platzbedarf. Der Allradantrieb der ŠKODA 4×4-Modelle ist zudem vollständig mit den Elektronik- und Assistenzsystemen vernetzt.

Die elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung

Herzstück des ŠKODA Allradantriebs ist eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung der fünften Generation. Sie ist die neueste Entwicklungsstufe der Allradtechnologie, die vor neunzehn Jahren erstmals bei ŠKODA zum Einsatz kam. Der Allradantrieb arbeitet vollautomatisch und sorgt in jeder Fahrsituation für optimale Traktion. Eine Reihe von Sensoren (z. B. Raddrehzahlsensor, Lenkwinkelsensor, Längs- und Querbeschleunigungssensor, Gaspedalstellungssensor, Motordrehzahlsensor) werten kontinuierlich die aktuelle Fahrsituation aus, die Allradelektronik berücksichtigt alle eingehenden Parameter. Innerhalb von Millisekunden kann sie die Drehmomentverteilung zwischen den einzelnen Rädern verändern und gewährleistet so eine optimale Kraftverteilung.

Die Allradtechnologie bietet viele Vorteile. Der Allradantrieb greift nur ein, wenn es die Fahrsituation erfordert. Gleichzeitig arbeitet die Elektronik des Systems proaktiv und bereitet den Allradantrieb vorab auf eintretende Fahrsituationen vor. Im normalen Fahrbetrieb wird nur die Vorderachse angetrieben – das hält den Kraftstoffverbrauch gering.

Technisch hat sich die Lamellenkupplung gegenüber der vorherigen, vierten Generation kaum verändert, einige wichtige Neuerungen und Verbesserungen gibt es dennoch. Eine der wichtigsten ist die neue Konzeption des Systems: So benötigt die fünfte Generation der Lamellenkupplung keinen Drucktank und kein Steuerventil mehr. Durch die geringere minimale Ölmenge baut die Kupplung insgesamt kompakter und ist im Vergleich zur letzten Generation um 1,4 kg leichter. Das 4×4-Antriebssteuergerät steuert die Drehzahl der Antriebspumpe, die aus einem Elektromotor, einer Kolbenpumpe und einem Steuerventil besteht. Dank des Steuerventils steuert die Pumpendrehzahl den Öldruck im Hauptkolben. Je höher die Pumpendrehzahl ist, desto größer ist das Antriebsmoment, das die Lamellenkupplung auf die Hinterräder übertragen kann. Bei einer geringen Drehzahl der Pumpe werden die Kräfte primär auf die Vorderachse übertragen. Mithilfe der vollelektronisch gesteuerten Lamellenkupplung erkennt das 4×4-Antriebsregelgerät die Räder der Hinterachse auch bei einem stehenden Fahrzeug.

Die Lamellenkupplung ist an der Hinterachse angeordnet, zusammen mit dem Festrad und dem Hinterachsdifferenzial. Das System reagiert für die Insassen kaum spürbar innerhalb von Millisekunden und spricht damit trotz vereinfachtem Aufbau ebenso schnell an wie die Getriebe der Vorgängergeneration des Systems.

Die GESCHICHTE des ŠKODA-4×4-Antriebs

Erstmals wurde der Allradantrieb im Jahr 1999 in der ersten Generation des ŠKODA OCTAVIA COMBI 4×4 verbaut. Dabei kam eine mechanische Pumpe zum Einsatz. Deren Antrieb wurde durch den Unterschied zwischen den Geschwindigkeiten der Vorder- und Hinterachse bestimmt. Um diese mechanische Pumpe in Arbeitsposition zu bringen war eine zusätzliche elektrische Pumpe nötig. Die Kupplung war über ein Steuerventil einstellbar, das ebenfalls von einem Elektromotor geregelt wurde.

Die zweite Generation des ŠKODA OCTAVIA erhielt eine neu konstruierte Lamellenkupplung. Für die vollständige Schließung der Kupplung reichte hier ein geringes Durchdrehen der Räder der Vorachse gegenüber der Hinterachse um etwa 20°. Um das System zu aktivieren, war ein geringes Durchdrehen der Räder einer Achse nötig.

Daher unterschieden sich diese Systeme signifikant von der heutigen Lamellenkupplung der fünften Generation. Im Vergleich mit dem heutigen Stand der Technik war das dynamische Verhalten der Systeme deutlich schlechter.

 

Als zentraler Bestandteil des gesamten Allradsystems interagiert die elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung perfekt mit Fahrzeugelektronik und Assistenzsystemen und reagiert sofort auf jede Veränderung der Fahrsituation. Genau wie beim jeweiligen Schwestermodell mit Frontantrieb wird das Motordrehmoment auch bei den Allradmodellen im Normalbetrieb an die Vorderräder weitergegeben. Sobald Sensoren und Steuereinheiten aufgrund der Fahrsituation die Hinterachse zuschalten, weil beispielsweise die Vorderräder die Traktion verlieren, verändert das Steuergerät den Druck auf die Lamellen. Das Drehmoment wird dann im idealen Verhältnis auch auf die Hinterräder übertragen. Gleichzeitig verhindert die elektronische Differenzialsperre (EDS), die bei ŠKODA 4×4-Modellen an beiden Achsen aktiv ist, auch das Durchdrehen einzelner Räder an der gleichen Achse. Das durchdrehende Rad wird abgebremst und mehr Drehmoment auf das zweite Rad mit besserer Traktion übertragen. Das XDS+ System ist eine Erweiterung der elektronischen Differenzialsperre (EDS). Es reagiert, wenn bei Kurvendurchfahrt das kurveninnere Rad entlastet wird. Dann bremst es automatisch und verhindert ein Durchdrehen – so bleibt das Fahrzeug in Kurven spürbar besser in der Spur.

NACHGEFRAGT:
WODURCH UNTERSCHEIDET SICH DIE AKTUELLE LAMELLENKUPPLUNG DER FÜNFTEN GENERATION VON IHREM VORGÄNGER?

Der Hauptunterschied ist der einfachere Aufbau des Systems. Es benötigt keinen Drucktank und kein Steuerventil mehr. Die fünfte Generation hat eine neue Sechs-Kolben-Axialpumpe, die von einem Elektromotor angetrieben wird und innerhalb von Millisekunden auf die Anweisungen der Steuereinheit reagieren kann. Außerdem ist die gesamte Komponente um 1,4 kg leichter.

 

Alle beschriebenen Eingriffe des ŠKODA 4×4 Systems erfolgen automatisch, die Umverteilung der Antriebskräfte zwischen den einzelnen Rädern ist für den Fahrer nicht spürbar. So gewährleistet das System beste Traktion und hervorragende Fahrstabilität, auch in Kurven und bei schwierigen Fahrmanövern abseits befestigter Straßen.

Elektronische Systeme und nützliche Assistenten in Kombination mit Allradantrieb

Der Allradantrieb wird bei allen ŠKODA Modellen mit verschiedenen Assistenzsystemen kombiniert, die das alltägliche Fahrerlebnis verbessern und die Sicherheit der Insassen deutlich erhöhen. Hier finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Bauteile und Assistenzsysteme. Ihre Verfügbarkeit variiert in Abhängigkeit von Modell und gewählter Ausstattung.

Entdecken Sie ŠKODAs Assistenzsysteme in der untenstehenden interaktiven Grafik. Klicken Sie auf die Schaltflächen oberhalb der Grafik, um die entsprechenden Systeme anzuzeigen. Klicken Sie auf die Zahlen, um die Beschreibung des Systems zu sehen.

NACHGEFRAGT:
BIETET DER ALLRADANTRIEB BEI ŠKODA 4×4 MODELLEN EINEN VORTEIL GEGENÜBER ÄHNLICHEN ANTRIEBEN DER KONKURRENZ?

Ja, ein 4×4-Antrieb in ŠKODA Fahrzeugen kann ein Antriebsmoment von bis zu 3.200 Nm auf die Hinterachse übertragen. Ein großes Drehmoment an der Hinterachse wird benötigt, wenn die Vorderachse entlastet ist und die die Hinterachse die Kraft auf die Straße überträgt. Fahrer von ŠKODA 4×4-Modellen profitieren davon besonders beim Anfahren an steilen Hängen mit Anhänger oder bei schlechter Haftung der Vorderräder. ŠKODA 4×4-Fahrzeuge gehören daher in ihren jeweiligen Segmenten zu den besten Zugfahrzeugen.

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