WRC 2: ŠKODA Showdown bei der Rallye Spanien läutet heiße Phase im Titelkampf ein

WRC 2: ŠKODA Showdown bei der Rallye Spanien läutet heiße Phase im Titelkampf ein
Rally France - Tour de Corse 2016, (FRA), WRC 2, Jan Kopecky/Pavel Dresler (CZE/CZE)

› Vorjahressieger Pontus Tidemand und tschechischer Champion Jan Kopecký sitzen für das ŠKODA Werksteam am Steuer
› Teemu Suninen als weiterer Titelkandidat im ŠKODA FABIA R5 am Start - insgesamt zehn ŠKODA FABIA R5 auf der Startliste
› Bereits sieben ŠKODA Siege in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC 2)
› Michal Hrabánek: „Bei der Rallye Spanien gewinnt der versierteste Fahrer“

Mladá Boleslav, 10. Oktober 2016 – Zehn ŠKODA FABIA R5 in der Startliste, davon drei mit Meisterschaftschancen – mit einem echten Showdown der ŠKODA Piloten beginnt bei der Rallye Spanien die heiße Phase im Titelkampf der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC 2). Für das Werksteam von ŠKODA Motorsport gehen Vorjahressieger Pontus Tidemand (S) mit seinem Co-Piloten Jonas Andersson (S) sowie die tschechischen Champions Jan Kopecký/Pavel Dresler (CZ) ins Rennen um den Sieg. Sie können sich von Donnerstag bis Sonntag auf ein spannendes Duell mit dem derzeitigen Meisterschaftszweiten Teemu Suninen (FIN) einstellen, der in einem ŠKODA FABIA R5 aus einem Privatteam antreten wird.

„Wir sind in der entscheidenden Phase der Saison, das Teilnehmerfeld ist hochklassig“, sagt ŠKODA Motorsport-Direktor Michal Hrabánek und fügt hinzu: „Wer dort gewinnen will, muss absolute Topleistungen bringen.“ Für ihn ist die Rallye Spanien einer der Höhepunkte der WM-Saison, weil sie die einzige „Hybrid-Rallye“ mit einem Tag überwiegend auf Schotter und zwei Tagen auf Asphalt ist: „Bei der Rallye Spanien gewinnt der versierteste Fahrer, der auf allen Pistenbelägen am besten zurechtkommt. Natürlich benötigt der Pilot für diese ganz spezielle Herausforderung ein perfektes Auto. Dass in Spanien so viele ŠKODA FABIA R5 in der Startliste stehen, spricht für unser Rallye-Fahrzeug“, so Hrabánek.

Die ersten 3,2 der rund 340 Wertungskilometer werden am Donnerstag zwar auf den Asphaltstraßen von Barcelona ausgetragen, doch die ŠKODA FABIA R5 werden mit einer Schotterkonfiguration gefahren. Der Grund: Am Freitag gehen rund 89 Prozent der Wertungsprüfungen auf Schotter über die Bühne. Am Freitagabend steht das ŠKODA Motorsport Team dann vor einer großen Herausforderung: Innerhalb von 75 Minuten müssen die Mechaniker die Hightech-Boliden asphaltbereit machen, da am Samstag und Sonntag hauptsächlich Wertungsprüfungen auf diesem Belag anstehen.

Im vergangenen Jahr meisterten die Piloten und das Team von ŠKODA Motorsport diese Herausforderung glänzend: Pontus Tidemand und Jan Kopecký feierten einen Doppelsieg. Das würde das Werksfahrer-Duo in diesem Jahr gern wiederholen. „Ich habe natürlich grandiose Erinnerungen an die Rallye Spanien. Ich will definitiv aufs oberste Podest, auch wenn die Konkurrenz speziell aus dem ŠKODA Lager von Jan Kopecký und Teemu Suninen hart sein wird“, sagt Tidemand. Er sammelte zuletzt in seiner schwedischen Heimat mit einem Sieg bei der Rallye Uppsala Selbstvertrauen. Am selben Wochenende landete Kopecký bei der Rallye Frankreich auf Platz zwei. Das war zugleich der 20. Podestplatz für ŠKODA Motorsport mit dem FABIA R5 in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC 2).

„Ich freue mich auf die Rallye Spanien. Es wird darauf ankommen, sich möglichst schnell auf die unterschiedlichen Pistenbeläge einzustellen“, sagt Kopecký und fügt hinzu: „Wenn mir das gelingt, habe ich eine Siegchance. Nach drei zweiten Plätzen in Serie in der WRC 2 wird es Zeit für einen Triumph.“ Er braucht genau wie sein Teamkollege Tidemand einen Sieg, um sich seine Chancen auf den Titel in der WRC 2 zu erhalten. Die beste Ausgangsposition im Titelkampf hat Teemu Suninen, der in der Gesamtwertung momentan mit 93 Punkten aus fünf Rennen auf Platz zwei hinter Elfyn Evans (120 Punkte/sieben Rennen) liegt. Ebenfalls chancenreich ist der dritte ŠKODA Werkspilot Esapekka Lappi (82 Punkte/fünf Rennen). Er startet in Spanien nicht, könnte aber bei den verbleibenden beiden Saisonrennen in Großbritannien und Australien noch punkten.

In sieben der letzten acht WRC 2-Läufe hat jeweils ein Pilot im ŠKODA FABIA R5 triumphiert. Werksfahrer Lappi gewann seine Heimrallye in Finnland und in Deutschland, Teamkollege Pontus Tidemand (S) feierte bei der Rallye Portugal einen Saisonsieg. In Mexiko, auf Sardinien und bei der Rallye Polen war Suninen siegreich, bei der Rallye Argentinien triumphierte Nicolás Fuchs (PE) für ŠKODA.

FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC 2)

Veranstaltung/ Datum

Rallye Monte Carlo; 21.01.–24.01.2016
Rallye Schweden; 11.02.–14.02.2016
Rallye Mexiko; 03.03.–06.03.2016
Rallye Argentinien; 21.04.–24.04.2016
Rallye Portugal; 19.05.–22.05.2016
Rallye Italien; 09.06.–12.06.2016
Rallye Polen; 30.06.–03.07.2016
Rallye Finnland; 28.07.–31.07.2016
Rallye Deutschland; 18.08.–21.08.2016
Rallye China; 08.09.–11.09.2016 (abgesagt)
Rallye Frankreich; 29.09.–02.10.2016
Rallye Spanien; 13.10.–16.10.2016
Rallye Großbritannien; 27.10.–30.10.2016
Rallye Australien; 17.11.–20.11.2016

Wussten Sie, dass …

… bei der Rallye Spanien gleich zehn ŠKODA FABIA R5 in der Startliste stehen? Neben den beiden Werksduos Pontus Tidemand/Jonas Andersson (S/S) und Jan Kopecký/Pavel Dresler (CZ/CZ) sind folgende acht Kundenduos dabei: Teemu Suninen/Mikko Markkula (FIN/FIN), Armin Kremer/Pirmin Winklhofer (D/D), Abdulaziz Al-Kuwari/Killian Duffi (Q/IRL), Ghislain de Mevius/Johan Jalet (B/B), Max Rendina/Emanuele Inglesi (I/I), Julien Maurin/Olivier Ural (F/F), Ole Christian Veiby/Stig Rune Skjærmoen (N/N) sowie Bernhard Ten Brinke/Davy Thierie (NL/NL).

… die Piloten in der WRC 2 nur in sieben ausgewählten Rallyes für die Gesamtwertung punkten können? Die sechs besten Resultate gehen in die Wertung. Klarer Spitzenreiter ist nach seinem Sieg bei der Rallye Frankreich der Brite Elfyn Evans mit 120 Zählern. Allerdings hat Evans bereits alle möglichen sieben Rennen absolviert, in denen er Zähler für die Gesamtwertung sammeln kann. Somit ist der Titelkampf weiter offen. Der zweitplatzierte Teemu Suninen (93 Punkte) hat in Spanien seine vorletzte Chance, im ŠKODA FABIA R5 zu punkten. ŠKODA Werkspilot Esapekka Lappi (82 Punkte) tritt in Spanien nicht an, hat aber ebenfalls noch zweimal die Chance, jeweils 25 Punkte für den Sieg einzufahren. Ebenfalls noch theoretische Titelchancen haben die beiden anderen ŠKODA Werksfahrer Jan Kopecký (55 Punkte) und Pontus Tidemand (49). Sie müssten dazu allerdings Siege in den drei verbleibenden Rallyes in Spanien, Großbritannien und Australien feiern.

… die ŠKODA Mechaniker bei der Rallye Spanien ganz spezielle Höchstleistungen vollbringen müssen? Sie haben am Freitagabend in einem extralangen Service 75 Minuten Zeit, um die beiden ŠKODA FABIA R5 von Pontus Tidemand und Werksduo Jan Kopecký von der Schotter- auf die Asphaltabstimmung umzustellen. Bei vielen Rallye-Fahrzeugen werden in dieser Zeit unter anderem Federn und Dämpfer getauscht, die Fahrhöhe angepasst und ein dünnerer Unterbodenschutz montiert.

… die Fahrer am Freitag bei ihrer Fahrt auf den Schotterpisten stark in ihrer Sicht beeinträchtigt werden? Besonders in den Tälern der spanischen Hügellandschaft hängt der aufgewirbelte Staub oft minutenlang in der Luft.

… die Rallye Spanien zum ersten Mal 1957 ausgetragen wurde? Seit 1991 ist sie Teil der FIA Rallye-Weltmeisterschaft. Zunächst fand sie an der Costa Brava statt, ehe sie nach Salou an die Costa Daurada verlegt wurde.

… der Service Park in einem Freizeitpark untergebracht ist? Der Freizeitpark „PortAventura“ im beliebten Touristenort Salou bei Tarragona lockt im Sommer adrenalinsüchtige Urlauber aus der ganzen Welt an. Er beinhaltet unter anderem den Wasserpark Costa Caribe und insgesamt vier Hotels.

… es bei der Rallye den wohl spektakulärsten Kreisverkehr der Rallye-Weltmeisterschaft gibt? Auf der Wertungsprüfung Duesaigües müssen die Rallye-Fahrer einen Kreisverkehr einmal komplett umrunden. Tun sie dies nicht, erhalten sie eine 30-sekündige Strafe. Das Spektakel lassen sich die Fans natürlich nicht entgehen. Zu Tausenden pilgern sie zu der Prüfung, die 2016, genau wie im vergangenen Jahr, die abschließende Powerstage bildet.