Das erste Auto aus Mladá Boleslav

Die Voiturette A markierte den Übergang der Marke Laurin & Klement von zwei auf vier Räder. Mit dem Modell legte das Unternehmen den Grundstein für die dynamische Entwicklung der heutigen Marke Škoda.
27. 3. 2026 UnternehmenDas Modell „Voiturette A“, das damals offiziell noch als Motorwagen eingestuft war, erhielt 1906 die behördliche Genehmigung für den Straßenverkehr. Die Basisversion kostete 3.600 Kronen. Damals verdiente ein Arbeiter im Durchschnitt 12 Kronen pro Woche. Es hätte daher rund sechs Jahre gedauert, genug Geld für ein Fahrzeug aus Mladá Boleslav anzusparen.
Die Vorbereitungen vor der Fahrt sahen damals noch ganz anders aus als heute. Vor 120 Jahren mussten einige Handgriffe erledigt werden, die heute nicht mehr denkbar sind.

Die Voiturette A hat keine Frontscheibe.

Türen waren zur damaligen Zeit auch nicht notwendig.

Die große, komfortable Sitzbank bestimmt die Heckansicht.

Der Einstieg ist edel und hochwertig verarbeitet.
Die Voiturette A wird von einem flüssigkeitsgekühlten V2-Viertaktmotor mit 7 PS angetrieben, der über eine mit Leder ausgekleidete Kegelkupplung und ein Dreigang-Direktschaltgetriebe verbunden ist. Der Benzintank ist vor den Insassen installiert, ungefähr dort, wo in einem modernen Fahrzeug das Armaturenbrett zu finden ist.

Die Voiturette A wird von einem flüssigkeitsgekühlten V2-Viertaktmotor mit 7 PS angetrieben.

In den Händen eines erfahrenen Fahrers erreichte die Voiturette A eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 40 km/h.
Am Tank beginnt der Startvorgang. Zunächst muss der Fahrer einen Hahn öffnen, damit Benzin in den Vergaser im Motorraum fließen kann. Damals wurde Kraftstoff nach Gewicht in Kilogramm verkauft. Die Voiturette A verbrauchte etwa vier Kilogramm Kraftstoff pro 100 Kilometer.
Nachdem das Benzin in den Vergaser geflossen ist, muss der Fahrer mit einer Handpumpe Öl zu den Motorlagern pumpen. Anschließend begibt er sich nach vorne, wo er mit dem Dekompressor das Auslassventil öffnet und schließlich den Motor mit der Anlasserkurbel starten kann. Zuvor muss jedoch mit einem Hebel am Lenkrad die optimale Position des Vergasergestänges eingestellt werden, um die richtige Motordrehzahl zu gewährleisten.

Mit einem Hebel am Lenkrad wird die richtige Motordrehzahl eingestellt, dann vorne kurbeln und es kann losgehen.

Der Motorstart per Schlüssel oder Knopfdruck hielt erst sehr viel später Einzug. Vor 120 Jahren musste noch gekurbelt werden.
Und wie fährt man los, wenn der Motor läuft? Rechts vom Fahrer befinden sich zwei Hebel. Der linke dient zum Schalten der Gänge, während der rechte als Handbremse fungiert, die auf die Hinterräder wirkt. Das linke Pedal betätigt die Kupplung, wie es heute üblich ist, während das rechte Pedal eine Bremse steuert, die auf das Getriebe wirkt. Die Gaszufuhr wird während der Fahrt ebenfalls über einen Hebel am Lenkrad geregelt. In den Händen eines erfahrenen Fahrers konnte das Auto so Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h erreichen.
Rechts vom Fahrer befinden sich zwei Hebel. Der linke dient zum Schalten, der rechte als Handbremse für die Hinterräder.




