Die Atmosphäre wird nicht nur von diesen „schlafenden Schönheiten“ geprägt, sondern auch vom Ausstellungsraum selbst: einer originalen Fabrikhalle aus dem Jahr 1906. Das heute als V4 bekannte Gebäude diente ab 1907 als Schmiede und beherbergte einen großen Dampfhammer, der zur Massenproduktion großer Metallkomponenten verwendet wurde. Der Raum wurde sensibel restauriert und strahlt den Geist der frühen Industriezeit aus. Die Exponate sind von originalen Dachbindern und eisernen Stützkonstruktionen umgeben, nur der Boden ist neu. An die frühere Nutzung des Gebäudes erinnern außerdem drei massive Schornsteine, die einst den Rauch aus den Schmiedeöfen abführten.

Jedes Auto hier erzählt eine Geschichte. Das L&K Škoda 110 Coupé begann seine Reise 1928 als sportliches Cabriomodell im Besitz eines Mannes aus Český Krumlov. Sein zweiter Besitzer, Miloš D. Zelenka, betrieb einen Modesalon in Prag. „1933 ließ er die Karosserie von einer Karosseriewerkstatt in Jihlava zu einem Coupé umbauen, höchstwahrscheinlich für seine Frau, da wir ein historisches Foto von ihr neben dem Auto aufbewahrt haben“, erklärt Michal Velebný, Koordinator der Restaurierungswerkstatt des Škoda Museums. Es war Zelenka selbst, der das Auto 1973 der neu entstehenden Museumssammlung anbot.