Škoda Azubi Car „Roadiaq” weckt modernen Entdeckergeist

Škoda Azubi Car „Roadiaq" weckt modernen Entdeckergeist
29. 6. 2023 Modelle

Das neunte Škoda Azubi Car heißt Roadiaq. Das spektakuläre Einzelstück, das im Rahmen des traditionellen Leuchtturm-Projekts der Škoda-Berufsschule entstanden ist, spricht mit seinem Mobile-Office und Camping-Konzept abenteuerlustige und freiheitsliebende Menschen an. Dafür ist der Roadiaq mit Zahlreichen modernen und praktischen Features ausgestattet. Dem Zahn der Zeit angepasst, haben die 29 teilnehmenden Auszubildenden den Mobile-Office-Camper als nachhaltigen, rein batteriebetriebenen SUV auf Basis des Enyaq iV 80 entwickelt. Wir stellen den Škoda Roadiaq vor.

Škoda Roadiaq: Alles, was ein mobiles Büro braucht

Das neunte Azubi Car von Škoda enthält alles, was ein modernes mobiles Büro braucht: dazu zählt natürlich eine permanente Internetverbindung sowie ein 27-Zoll-Monitor mit Dockingstation. Zu diesem Zweck haben die Auszubildenden die gesamte Fahrzeugelektrik angepasst und zusätzliche Lichtquellen sowie Steckdosen eingebaut. Doch nicht nur arbeiten kann man in dem Elektro-SUV. Mit nur wenigen Handgriffen verwandelt sich der Innenraum des Roadiaq vom Arbeitsplatz in eine bequeme Wohnlandschaft mit Bett und Küche. Somit eignet sich der Roadiaq besonders gut für Digitalnomaden, Mobile-Office-Begeisterte oder Abenteurerlustige. 

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Azubi Car überzeugt voll und ganz

Insgesamt 29 Azubis der Škoda-Berufsschule haben über einen Zeitraum von mehr als neun Monaten über 2.000 Arbeitsstunden in den Roadiaq investiert. Und die Mühe zahlt sich aus! Mit ihrem Lehrlingsprojekt überzeugen die Auszubildenden auch Maren Gräf, Škoda Auto Vorständin für People & Culture: „Der Roadiaq verkörpert den ,New Work‘-Ansatz, zu dem wir uns bei Škoda voll bekennen – Arbeitsmodelle, die so flexibel wie möglich sind, um ein ausgewogenes Optimum für das Team zu finden. Unser neuntes Azubi Car zeigt auf beeindruckende Weise, was Menschen gemeinsam erreichen können, wenn sie sich einem solchen Projekt mit vollem Herzen widmen.“

Fertigung nach Maß

Der Roadiaq ist – genauso wie der Enyaq iV – 4.649 Millimeter lang und 1.879 Millimeter breit. Jedoch wurde sein Radstand um ein kleines Stück auf 2.770 Millimeter verlängert. Ebenso seine Bodenfreiheit, die jetzt 190 Millimeter beträgt. Vom Reifen bis zur Dachpartie misst der Camper-SUV 2.050 Millimeter in der Höhe. Um den Enyaq in ein Wohnmobil zu verwandeln, nahmen die Auszubildenden erhebliche Änderungen an der Karosserie vor. Sie entwickelten eine neue Dachkonstruktion, sodass man bequem im Inneren aufrecht am Schreibtisch sitzen kann. Darüber hinaus erhielt der Roadiaq, der auf der Karosserie des Enyaq iV basiert, eine neue Heckklappe. An dieser kann ein Zelt befestigt werden, um den Wohnraum zu vergrößern.

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Die umgestaltete hintere linke Tür bietet mit einem originalen Simply-Clever-Sonnenschutzrollo im Fenster mehr Privatsphäre im Schlafbereich. Solarzellen helfen außerdem bei der Energieversorgung des Wohnraums und bewahren so die Reichweite des Fahrzeugs, wenn es nicht ans Stromnetz angebunden ist. Auf Campingplätzen oder an Stellplätzen für Wohnmobile kann der Roadiaq aber auch an eine externe Stromquelle angeschlossen werden. Das Interieur besteht aus nachhaltigen Materialien, wie zum Beispiel den Sitzbezügen, Türverkleidungen und die Instrumententafel, die zu 100 Prozent aus recycelten Stoffen hergestellt wurden. Die 21-Zoll-Leichtmetallräder schmückt die Felge Supernova und der Camper-SUV erstrahlt in Emerald-Grün und Moon-Weiß.

Funktionale Ausstattung mit inbegriffen

Das Cockpit des Roadiaq ist so designt, dass man auch auf dem Beifahrersitz arbeiten kann. Es existiert ein spezieller Arm, an dem ein Tablet befestigt werden kann, das dann als weiterer Bildschirm dient. Abgerundet wird der Innenausbau durch zahlreiche Ausstattungs- und Zubehöroptionen für Unterhaltung und Entspannung, von denen einige auch für reguläre Škoda-Fahrzeuge erhältlich sind. Dazu zählen etwa ein kabelloser Lautsprecher, eine solarbetriebene Dusche, eine Espressomaschine mit 12-Volt-Anschluss, Küchengeräte, Stühle, Tische, Teller, Töpfe und Pfannen, Tassen und Gläser, USB- und Ladekabel, Teppiche und Verkleidungen sowie Taschenlampen und ein Survival-Kit für abenteuerlustige Reisende.

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Allradantrieb mit zwei Elektromotoren

Der Škoda Roadiaq verfügt über einen Allradantrieb, der es ihm ermöglicht, auch Ziele abseits befestigter Straßen zu erkunden. Der Antriebsstrang ist der gleiche wie beim Enyaq 80 X Sportline. Der Synchron-Elektromotor an der Hinterachse leistet 150 kW (204 PS), der Asynchron-Elektromotor an der Vorderachse liefert weitere 80 kW (109 PS). Die Lithium-Ionen-Hochvoltbatterie hat eine Energiekapazität von 82 kWh (77 kWh netto) und ermöglicht damit eine Reichweite von bis zu 495 Kilometern im WLTP-Zyklus.

Das Škoda Azubi Car: Teamwork par Excellence

Für das Roadiaq-Projekt standen den Azubis zahlreiche Experten der Škoda-Berufsschule zur Seite. Das neunte Škoda Azubi Car seit 2014 stellt einmal mehr die hohe Qualität der Ausbildung in Mladá Boleslav unter Beweis. Die Škoda-Berufsschule ist Teil der Škoda-Akademie, die im April 2023 ihr zehnjähriges Bestehen feierte.

Oliver Stefani, Leiter Škoda Design, beschreibt das Projekt: „Das Azubi-Car-Projekt vereint drei große Škoda-Stärken: Tatkraft, Praxisbezogenheit und Teamgeist. Wir bei Škoda Design freuen uns immer wieder sehr, Teil dieses Projekts zu sein. Unser Ziel ist es, diesen talentierten Jugendlichen einen umfassenden, praktischen Einblick in unsere tägliche Arbeit zu geben und sie dafür zu begeistern. Die Ideen unserer Auszubildenden faszinieren mich jedes Jahr aufs Neue, ich schätze ihre wertvollen Inputs und ihre außergewöhnliche Kreativität wirklich sehr.“

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Rückblick: acht Azubi Cars in Mladá Boleslav und das erste in Pune

Vor dem diesjährigen Projekt hatten Auszubildende der Škoda-Berufsschule in den vergangenen Jahren bereits acht Azubi Cars geplant, entwickelt und gebaut. Alles begann im Jahr 2014 mit dem offenen Citijet auf Basis des Škoda Citigo. Es folgten der Pick-up Funstar basierend auf dem Škoda Fabia und der Atero sowie eine Coupé-Version des Rapid Spaceback.

Zwei Jahre vor der Einführung des Škoda-Serienmodell Citigoe iV entstand in der Werkstatt der Akademie der voll elektrische Element. 2018 entwickelten die Azubis das SUV-Cabrio Sunroq auf Basis des Škoda Karoq, während das Pick-up-Konzept Mountiaq aus dem Jahr 2019 auf dem großen SUV Škoda Kodiaq aufbaute. Im Jahr 2020 erinnerte der Slavia Spider auf Basis des Škoda Scala mit seiner Modellbezeichnung an die 125 Jahre zurückliegende Unternehmensgründung. Im Jahr 2022 kehrten die Auszubildenden nach Corona-Zwangspause mit dem Afriq zurück. Dazu hatten sie, erstmals in Zusammenarbeit mit Škoda Motorsport, das City-SUV Škoda Kamiq in ein 4×4-Rallyefahrzeug verwandelt.

Die erstklassige Ausbildung an der Škoda-Berufsschule hat Tradition

Die Škoda-Berufsschule ist Teil der Škoda-Akademie. Diese feierte im April dieses Jahres ihr zehnjähriges Bestehen. Im Jahr 1927 gegründet, blickt die hoch angesehene Berufsschule auf eine fast 100-jährige Tradition zurück.

Seit 1991 ist sie eine private Einrichtung von Škoda Auto. Im ersten Jahr begannen 58 Auszubildende in Mladá Boleslav. Im aktuellen Jahrgang sind es rund 820 Azubis. Bis heute hat die Škoda-Akademie mehr als 24.000 Absolventinnen und Absolventen hervorgebracht.

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Breites Spektrum an Ausbildungsgängen

Die Škoda-Berufsschule bietet derzeit drei- und vierjährige Ausbildungsgänge an: Die dreijährigen Kurse enden mit einer Abschlussprüfung und einem Gesellenbrief, die vierjährigen Kurse mit einem Fachabitur. Mit ihrem Abschluss in der Tasche setzen viele ihre Ausbildung an einer Fachhochschule oder Universität fort, ebenso viele steigen direkt bei Škoda Auto ein. Eine Besonderheit und Teil der Nachwuchsförderung: das Unternehmen bietet allen Absolventinnen und Absolventen ein Arbeitsverhältnis an.

Aktuell stehen 15 technische Ausbildungsgänge zur Auswahl. Fachlich liegen die Schwerpunkte in den Bereichen Maschinenbau und Elektrotechnik, mit speziellem Fokus auf zukunftsweisenden Technologien. Besonders gefragt sind die Ausbildungsgänge E Kfz-Mechaniker/in und IT-Mechatroniker/in. Der Lehrplan wird in Zusammenarbeit mit verschiedenen Abteilungen ständig aktualisiert, um den Bedürfnissen der Auszubildenden und des Unternehmens optimal zu entsprechen. Seit dem Schuljahr 2021/2022 ist der neue Kurs Kfz-Elektriker/in – E-Kfz-Mechaniker/in Teil des Programms.

Investition in die Škoda-Akademie

Mit Unterstützung der Gewerkschaft KOVO hat das Unternehmen seit 2013 mehr als 440 Millionen tschechische Kronen (rund 18,5 Millionen Euro) in die Modernisierung der Ausbildung und der technischen Einrichtungen der Škoda-Akademie investiert. Die nächste Umbauphase hat bereits begonnen. Dazu gehören auch die Werkstätten, in denen die Azubis ihre Projekte realisieren.

„Die aktuellen Entwicklungen in der Automobilbranche und insbesondere das Thema Elektromobilität bieten viele neue Möglichkeiten. Um diese voll ausschöpfen zu können, stellen wir unseren Nachwuchskräften von Beginn ihrer Karriere an modernste Einrichtungen zur Verfügung“, erklärt Martin Slabihoudek, der Leiter der Škoda-Berufsschule. „Die modernisierten Einrichtungen bringen einen enormen Mehrwert für die zukünftigen Kompetenzen unserer Mitarbeiter und bieten damit dann natürlich auch eine hervorragende Grundlage für zukünftige Azubi-Car-Projekte“.

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