ŠKODA POPULAR Monte Carlo (1936–1939): Der Elegante mit Rallye-DNA

› Frühe Erfolge von ŠKODA bei der prestigeträchtigen Rallye Monte Carlo inspirierten bereits 1936 zur Auflage des Modells POPULAR Monte Carlo
› Von Sommer 1936 bis Frühling 1939 lieferte der Automobilhersteller 70 der insgesamt 72 gebauten Roadster- und Coupé-Versionen an Kunden aus
› Der POPULAR Monte Carlo vereinte die Technik- und Designkompetenz von ŠKODA mit dem Erfahrungsschatz aus dem erfolgreichen Motorsportengagement
› Technische Besonderheiten des dynamischen Modells: Das ausgereifte Fahrwerk erhielt zusätzlich zur Einzelradaufhängung ein Transaxle-Antriebssystem mit Getriebe an der Hinterachse

Mladá Boleslav, 4. August 2020 – Das erfolgreiche Motorsport-Engagement der Marke aus Mladá Boleslav reicht zurück bis ins Jahr 1901. Schon früh zählte auch die prestigeträchtige Rallye Monte Carlo zu den Wettbewerben, bei denen ŠKODA regelmäßig an den Start ging – so zum Beispiel 1912, als der berühmte Rennfahrer Graf Sascha Kolowrat-Krakowsky mit einem offenen Automobil von Laurin & Klement an der erst zweiten Ausgabe der damaligen Sternfahrt teilnahm.

Im Januar 1936 fuhr ein spezieller POPULAR Roadster bei der viel beachteten Veranstaltung auf den zweiten Platz in der Klasse unter 1.500 Kubikzentimeter. Schon damals profitierten auch die Kunden von den Erfahrungen, die der tschechische Autohersteller unter den extremen Bedingungen der „Monte“ sammelte. Das positive Echo auf diesen sportlichen Erfolg inspirierte ŠKODA sogar dazu, ein limitiertes Sondermodell mit Coupé- und Roadster-Karosserie aufzulegen: Des erste Exemplar des POPULAR Monte Carlo rollte im Juli 1936 in der offenen Version zu seinem Käufer, am 1. Oktober des gleichen Jahres feierte die Neuerscheinung auf der Automobilmesse in Paris Weltpremiere.

Die Kunden schätzten den mit 31 PS (23 kW) leistungsstarken und 1,4 Liter großen Vierzylindermotor, der aus dem größeren RAPID stammte und sich schon bei der Rallye Monte Carlo bewährt hatte. Auch das Chassis entsprach dem sportlichen Charakter des Autos. Der besonders steife und trotzdem leichte Zentralrohrrahmen gabelte sich vorn, um den Motor aufzunehmen, das Dreiganggetriebe rückte in hochmoderner Transaxle-Bauweise samt Verteilergetriebe und Differenzial an die angetriebene Hinterachse und die Räder wurden rundum einzeln geführt – dies alles trug zur ausgezeichneten Traktion, Stabilität und Wendigkeit des Wagens bei. Auch die modernen Hydraulikbremsen und die präzise Zahnstangenlenkung unterstrichen die dynamischen Eigenschaften des bis zu 110 km/h schnellen POPULAR Monte Carlo.

Die zweisitzige Coupé-Variante maß 4.200 Millimeter in der Länge, 1.500 in der Breite sowie 1.370 in der Höhe und brachte 960 Kilogramm auf die Waage – gut 60 Kilogramm mehr als das Roadster-Basismodell, das 1936 mit 28.500 Kronen günstiger war als die Sonderversion zu einem Preis von 35.000 Kronen. Im Oktober 1937 folgte ein moderner gestaltetes Facelift mit Frontscheinwerfern, die zum Teil in die Kotflügel eingelassen waren. Zudem waren die Radaufhängungen modifiziert und die Federung angepasst, der verlängerte Radstand vergrößerte das Raumangebot im Interieur. Eine besonders luxuriöse Ausführung des POPULAR Monte Carlo-Roadsters schenkte die tschechoslowakische Regierung 1938 dem Staatsoberhaupt des verbündeten Jugoslawiens, dem damals erst 14-jährigen König Petar II. Karađorđević.

Das hier gezeigte schwarze POPULAR Monte Carlo-Coupé von 1937 gehört seit 1968 zur Sammlung des ŠKODA Museums. Zu Beginn des Jahrtausends wurde es professionell restauriert und repräsentiert seitdem die nunmehr 125-jährige ŠKODA Geschichte bei vielen Oldtimerveranstaltungen im In- und Ausland. Insgesamt blieb rund ein Dutzend Fahrzeuge dieses Modells erhalten. Aktuell wird ein zweites Coupé in den Werkstätten des ŠKODA Museums umfassend renoviert. Demnächst wird hier auch ein POPULAR Monte Carlo-Roadster wieder aufgebaut.

Im Jahr 2011 hat ŠKODA die Tradition der Monte Carlo-Sondermodelle wieder aufgegriffen. Nach dem FABIA MONTE CARLO folgten bis heute ähnliche Versionen des CITIGO, RAPID, RAPID SPACEBACK, SCALA und KAMIQ. Mit ihrem markant sportlichen Auftritt erinnern sie an das lange und erfolgreiche Engagement des tschechischen Autoherstellers bei der „Königin unter den Rallyes“, das bis heute andauert.

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