Mit dem Škoda Enyaq elektrisch durch Europa

Der IT-Unternehmer Zbyněk Čech ist mit seinem Škoda Enyaq buchstäblich durch ganz Europa gefahren – und sagt, er will nie mehr anders reisen, als mit einem Elektroauto.
19. 1. 2026 UnternehmenAls Zbyněk Čech im Jahr 2022 seinen neuen Enyaq 80x Founders Edition (Škoda Enyaq iV 80x Founders Edition 195 kW (265 PS): Stromverbrauch (kombiniert): 16,7 kWh/100 km, CO2-Emissionen: 0 g/km; CO2-Klasse: A) kaufte, dauerte es nicht lange, bis er sich mit seinem ersten Elektrofahrzeug vertraut gemacht hatte. „Ich habe das Auto im März abgeholt und schon im Juni bin ich mit meiner Familie zu einem Roadtrip nach Polen aufgebrochen“, erinnert sich Čech. Von einem kleinen Dorf im Nordosten Böhmens fuhr er bis an die Ostseeküste Polens, in die Stadt Hel. „Auf der Reise wurde mir klar, dass mir diese Art des Reisens gefällt“, sagt er.
Während der gemütlichen Fahrt durch Polen legte er insgesamt 2.500 Kilometer zurück. Für Elektroauto-Neulinge ist dies eine eher untypisch lange Strecke. Dennoch waren keine größeren Vorbereitungen erforderlich, denn schon damals verfügte Polen über ein relativ dichtes Ladenetz, das die Reise angenehm machte. Diese Erfahrung ermutigte Zbyněk, sich einer größeren Herausforderung zu stellen. Im September und Oktober 2022 machte sich Čech mit seinem Enyaq auf den Weg nach Kreta.

Er betrachtete die Reise als Gelegenheit, den Balkan zu erkunden. Von Tschechien fuhr er durch die Slowakei, Ungarn, Serbien und Bulgarien, dann quer durch Griechenland und mit der Fähre nach Kreta. Auf dem Rückweg durchquerte er Griechenland erneut, erkundete Bulgarien – insbesondere die Region Sunny Beach – und auf seiner Route durch Rumänien ließ er sich die berühmte Transfăgărășan-Straße nicht entgehen. Insgesamt legte er während der gesamten Reise fast 8.500 Kilometer mit dem Elektroauto zurück.
„Es mag heute nicht mehr so aussehen, aber 2022 steckten die Ladenetzwerke in einigen Ländern, die ich besucht habe, noch in den Kinderschuhen“, sagt Čech. Auf Kreta gab es beispielsweise zu dieser Zeit nur vier öffentliche Gleichstromladesäulen mit einer maximalen Leistung von jeweils 50 kW. Dagegen war er von der Ladeinfrastruktur in Bulgarien schon damals positiv überrascht.
„Um auf der sicheren Seite zu sein, habe ich mich mit Apps und Authentifizierungen für praktisch jeden lokalen Ladeanbieter ausgestattet, sodass ich neben PowerPass noch etwa 15 weitere Apps hatte. In Wirklichkeit hätten schon damals weniger gereicht und heute ist, von wenigen Ausnahmen abgesehen, PowerPass allein völlig ausreichend“, sagt Čech.

Ich würde es nicht anders wollen
Im Alltag, sagt Čech, denke er kaum noch über das Laden nach. „Den Großteil meiner Fahrten decke ich mit dem Laden zu Hause oder im Büro ab“, erklärt er. Auf seinen langen Reisen – egal ob allein, mit der Familie oder mit Freunden – wählt er Unterkünfte, die Lademöglichkeiten bieten. Außerdem lädt er das Auto während Besichtigungen historischer Stadtzentren oder einfach beim Mittagessen und ähnlichen Pausen.

„Wenn man mit Kindern unterwegs ist, braucht man viel häufiger und viel längere Pausen als das Auto zum Aufladen benötigt“, fügt er hinzu. „Auf einer Reise nach Italien, bei der wir wieder rund 8.000 Kilometer zurückgelegt haben, mussten wir nur dreimal zum Aufladen anhalten ohne einen anderen Grund dafür zu haben“, erinnert sich Čech.
Enyaq 80x Founders Edition
Zbyněk Čech fährt einen Enyaq 80x Founders Edition. Das Elektromodell ist mit Allradantrieb ausgestattet. Die Batterie mit 77 kWh ist unterstützt eine maximale Gleichstrom-Ladeleistung von 125 kW. Der Enyaq leistet 195 kW (245 PS) und kommt mit einer Ladung auf eine Reichweite von 460 km (WLTP). Die Founders Edition verfügt über eine Sonderausstattung wie 21-Zoll-Aquarius-Räder, den beleuchteten Kühlergrill „Crystal Face“ und eine EcoSuite-Innenausstattung mit cognacfarbenem Leder, das mit einem umweltfreundlichen Olivenblattextrakt-Verfahren gegerbt wurde. Nur 1.895 Einheiten wurden produziert, in Anlehnung an das Gründungsjahr des Automobilherstellers aus Mladá Boleslav.
Das Reisen mit dem Elektroauto ist zu einem sehr bequemen und selbstverständlichen Teil seines Lebens geworden. „Ich habe mich unglaublich daran gewöhnt, mein Auto zu Hause und im Büro aufzuladen. So fahre ich immer mit voller Batterie los. Ich steige nie ins Auto und stelle dann fest, dass ich erst eine Tankstelle suchen muss“, erklärt Čech. Er hebt auch den Vorteil hervor, das Auto vor der Abfahrt vorzuwärmen oder vorzukühlen, eine Funktion, die er regelmäßig nutzt, auch wenn das Auto nicht angeschlossen ist. „Ich möchte einfach nicht mehr zurück zu einem Verbrenner“, fügt er hinzu.
Der Enyaq selbst ist ein sehr komfortables Auto. „Das Fahrwerk ist wunderbar abgestimmt, und die Sitze passen perfekt zu mir. Selbst nach einem ganzen Tag hinter dem Steuer tut mir nichts weh“, sagt der Abenteurer. Und das sind nicht die einzigen Stärken. „Der größte Vorteil für mich ist die Ruhe“, bemerkt er. „Das Auto ist außergewöhnlich gut schallisoliert, sogar im Vergleich zu seinen Konkurrenten.“ Und das ist der Eindruck von einer Version noch vor der Modellpflege im vergangenen Jahr. Die aktualisierte Version des Enyaq verfügt über eine noch weiter verfeinerte Aerodynamik und andere Verbesserungen, die die Geräusche an Bord weiter eindämmen.

Traditionell praktisch
Čech lobt auch das Head-up-Display sowie die bekannten Simply Clever-Funktionen von Škoda. „Auf langen Fahrten schätzen die Leute die intelligenten Kopfstützen auf den Rücksitzen und die ausklappbaren Seitenstützen, die das Ausruhen im Auto erleichtern“, sagt Čech.
Er schätzt auch den integrierten Regenschirm, das Ordnungssystem im Kofferraum und die allgemeine Geräumigkeit. „Der Enyaq hat sogar großzügigen Stauraum unter dem Gepäckraumboden. Dort bewahre ich Ladekabel auf, die ich selten benutze, aber dabeihaben möchte. Der einzige Nachteil ist, dass man bei voll beladenem Auto zuerst alles ausladen muss, um an sie heranzukommen, daher wäre ein kleines Frontgepäckfach für Kabel nützlich“, erklärt er.
Čech unternimmt mit seinem Enyaq ein bis zwei größere Reisen pro Jahr, während der Großteil der Kilometerleistung aus dem täglichen Gebrauch in seiner Heimatregion und seinen regelmäßigen Fahrten zum Büro seiner Firma in Prag stammt. Diese 150 Kilometer langen Fahrten unternimmt er mindestens einmal pro Woche und schätzt dabei die Fahrassistenzsysteme. „Sie funktionieren gut und reagieren nicht über. Das Spurhalteassistenzsystem arbeitet auch auf schmalen Straßen zuverlässig“, sagt Čech.
Er hebt auch die adaptive Geschwindigkeitsregelung und das gesamte TravelAssist-Paket positiv hervor. „Mir gefällt, wie effizient es dem vorausfahrenden Fahrzeug folgt und wie sanft es, je nach gewähltem Fahrmodus, bei Kurvenfahrten abbremst. Und nach dem Herausfahren aus einer Kurve beschleunigt es schön und trödelt nicht“, beschreibt er seine Erfahrungen. Daher lässt Čech die Assistenzsysteme die meiste Zeit aktiviert.




Updates bringen Fortschritt
In den mehr als drei Jahren, in denen er den Enyaq besitzt, schätzt er auch die Updates, die das Auto und seine Bordsysteme erhalten haben. „Seit der Softwareversion 3.0 ist die Navigation wirklich intelligent geworden und liefert hervorragende Daten zu Ladestationen, einschließlich ihres Echtzeitstatus und ihrer Auslastung. Sie zeigt deutlich, welche Ladestationen zum PowerPass-Netzwerk gehören“, sagt Čech und fügt hinzu, dass diese Informationen in Konkurrenzfahrzeugen oft fehlen oder schwer zugänglich sind.
Čech und seine Familie sind in drei Jahren fast 100.000 Kilometer mit ihrem Enyaq gefahren. „Und ich habe noch andere Autos zur Verfügung“, bemerkt er. Selbst wenn man die gelegentliche Nutzung öffentlicher Ladestationen berücksichtigt, die nur einen kleinen Teil des Gesamtenergieverbrauchs ausmachen, hat er rund eine Viertelmillion tschechische Kronen an Kraftstoffkosten eingespart. Während seiner Balkan-Reise mit vielen Bergpassagen verbrauchte der Enyaq rund 19,2 kWh pro 100 km. Seitdem liegt der Langzeitdurchschnitt bei etwa 21 kWh/100 km, wobei etwa die Hälfte seiner Kilometer auf energieintensivere Autobahnfahrten entfällt.
„Das Reisen mit dem Elektroauto macht mir wirklich Spaß. Der Enyaq ist vielseitig, komfortabel und etwas, auf das ich mich verlassen kann“, fasst Čech seine Erfahrungen mit dem Auto in einem Satz zusammen.
Ladetipps von Zbyněk Čech
● Am besten zu Hause mit Strom aus einer Solaranlage laden. Der Komfort, immer mit voller Batterie loszufahren, ist unschlagbar.
● Die integrierte Navigation eignet sich hervorragend, um Ladestationen zu finden und deren Status in Echtzeit anzuzeigen.
● In den meisten Fällen reicht der PowerPass-Service als Option zum Laden.
● Die tatsächliche Ladeleistung kann aufgrund von Faktoren wie Spannungsbegrenzungen oder der Leistungsaufteilung zwischen mehreren angeschlossenen Fahrzeugen vom Nennwert abweichen. Ionity-Ladegeräte bieten auch unter diesen Bedingungen ausreichende Reserven für das schnelle Laden eines Enyaq.
● Wechselstrom-Ladegeräte in Stadtzentren eignen sich perfekt zum Aufladen während einer Besichtigungstour oder beim Einkaufen.





