Rallye Monza: ŠKODA beendet WM-Saison 2020 mit einem Doppelsieg in der Kategorie WRC3

› Die Norweger Andreas Mikkelsen/Anders Jæger (ŠKODA FABIA Rally2 evo) gewinnen die Kategorie WRC3 und kommen beim Weltmeisterschafsfinale in Italien als Sechste ins Ziel
› Von ŠKODA Motorsport unterstützter Oliver Solberg (SWE) und Beifahrer Aaron Johnston (IRL) runden mit WRC3-Rang 2 die Saison ab, in der sie auch Europameister wurden
› Die ŠKODA FABIA Rally2 evo Teams Pontus Tidemand/Patrik Barth (SWE/SWE) und Jan Kopecký/Jan Hloušek (CZE/CZE) werden Zweite beziehungsweise Dritte in der WRC2
› ŠKODA Motorsport Team Manager Pavel Hortek sagte: „Glückwunsch an Andreas und Oliver, die ŠKODA einen Doppelsieg in der WRC3 beschert haben. Mein ganzer Respekt gilt außerdem allen ŠKODA Privatteams, die unter solch schwierigen Bedingungen eine großartige Leistung gezeigt haben.“

Monza, 6. Dezember 2020 – Andreas Mikkelsen/Anders Jæger (NOR/NOR) erzielen einen überzeugenden Klassensieg bei der Rallye Monza (3.-6. Dezember 2020), dem Finale der FIA Rallye-Weltmeisterschaft. Mit einem ŠKODA FABIA Rally2 evo gewinnen die Norweger die Kategorie WRC3 vor dem von ŠKODA Motorsport unterstützten Oliver Solberg (SWE) und Beifahrer Aaron Johnston (IRL). Pontus Tidemand (SWE) verpasst seinen zweiten WRC2-Titel nach 2017 äußerst knapp. Zusammen mit Co-Pilot Patrik Barth (SWE) belegt er den zweiten Platz in der Kategorie und muss sich mit demselben Rang in der Meisterschaft zufrieden geben. Trotz schwierigster Straßenverhältnisse bringt der ehemalige DTM-Werksfahrer und GT-Rennprofi Maro Engel aus Deutschland seinen ŠKODA FABIA Rally2 evo unversehrt ins Ziel – bei seiner allerersten Rallye.

Im legendären Autodromo Nazionale di Monza kam die FIA Rallye-Weltmeisterschaft 2020 zu einem spektakulären Ende. Die Rallye Monza, die kurzfristig in den Kalender aufgenommen wurde, verlief höchst dramatisch. Bereits während der ersten Etappe am Freitag, die komplett auf dem Gelände der berühmten italienischen Formel-1-Rennstrecke ausgetragen wurde, hatten die Teams mit starkem Regen und extrem rutschigen Straßenbedingungen zu kämpfen. Nur Andreas Mikkelsen aus Norwegen, am Lenkrad eines vom Eurosol Racing Team Hungary betreuten ŠKODA FABIA Rally2 evo, ließ sich davon nicht beeindrucken. In der Kategorie WRC3 war der ehemalige Werksfahrer eine Klasse für sich und fuhr bis zum Ende des Tages einen Vorsprung von fast einer Minute heraus. Die finnischen ŠKODA Privatfahrer Emil Lindholm/Mikael Korhonen kamen als Zweite ins Tagesziel vor dem von ŠKODA Motorsport unterstützten Oliver Solberg (SWE), der einige Sekunden durch einen abgewürgten Motor verlor.

ŠKODA führte zu diesem Zeitpunkt auch die Kategorie WRC2 an. Pontus Tidemand war im ŠKODA FABIA Rally2 evo auf Kurs zu seinem zweiten WRC2-Titel nach 2017 anstrebte. Ihre Teamkollegen bei Toksport WRT, Jan Kopecký (CZE) und Beifahrer Jan Hloušek (CZE), kämpften dagegen bei ihrem ersten WM-Start der Saison 2020 mit den extrem schwierigen Bedingungen. Sie kamen als WRC2-Vierte ins Tagesziel.

Die zweite Etappe führte über schmale und kurvenreiche Straßen in die nahe gelegenen Berge. Während die Wertungsprüfungen (WP) am Morgen nur teilweise schneebedeckt waren, brach am Nachmittag ein regelrechter Wintersturm über der Lombardei herein. Zwei Prüfungen mussten sogar aus Sicherheitsgründen abgesagt werden. In der Kategorie WRC3 überholte Oliver Solberg den Finnen Emil Lindholm und startete einen beeindruckenden Angriff auf Andreas Mikkelsen. Der WRC3-Führende war mit seiner Reifenwahl nicht zufrieden und hatte zudem ein technisches Problem. Als die Rallye nach Monza zurückkam, war Mikkelsens Vorsprung auf Solberg auf 14,3 Sekunden geschmolzen. In der WRC2 pokerte Pontus Tidemand bei der Reifenwahl für seinen ŠKODA FABIA Rally2 evo. Während er dadurch am Vormittag auf den vierten Platz in der Kategorie zurückfiel, passte seine Wahl perfekt zu den Prüfungen am Nachmittag. Zunächst konnte er einen großen Teil seines Rückstands wieder aufholen. Leider bedeutete die Absage von zusammen 37 WP-Kilometern, dass er sich nur bis auf den zweiten Platz in der Kategorie WRC2 zurückkämpfen konnte.

Der Sonntag mit weiteren drei Prüfungen im königlichen Park von Monza brachte keine Änderungen im Klassement der Kategorien WRC2 und WRC3. Mit zwei weiteren WP-Siegen sicherte sich Andreas Mikkelsen den Sieg in der Kategorie WRC3. Oliver Solberg war auch mit Rang 2 zufrieden. „Es war eine der schwierigsten Rallyes meines Lebens. Aber ich bin wirklich glücklich mit meiner Leistung und froh um die Erfahrungen, die ich  gesammelt habe“, sagte der 19-jährige amtierende Junioren-Europameister (ERC1). Andreas Mikkelsen erreichte sogar den sechsten Rang in der Gesamtwertung, gefolgt von Oliver Solberg auf Gesamtplatz 7. Mit dem zweiten Platz verpasste Pontus Tidemand schließlich den WM-Titel in der Kategorie WRC2. „Wir haben getan, was wir konnten. Aber dieses Mal hat es nicht gereicht“, fasste Tidemand zusammen.

Beim Saisonfinale in Monza zeigten auch andere Privatteams von ŠKODA starke Leistungen. Jan Kopecký/Jan Hloušek wurden Dritte in der WRC2. Emil Lindholm/Mikael Korhonen erzielten Rang vier der Kategorie WRC3, zwei Plätze dahinter kamen Kajetan Kajetanowicz/Maciej Szczepaniak ins Ziel. Obwohl die extremen Straßenbedingungen für seine erste Rallye überhaupt alles andere als ideal waren, brachte der ehemalige DTM-Werksfahrer Maro Engel den vom Toksport WRT Team eingesetzten ŠKODA FABIA Rally2 evo heil ins Ziel. Der Deutsche fuhr für das Team auf den dritten Gesamtrang im ADAC GT Masters 2020. „Es war schon lange mein Traum, eine Rallye zu fahren. Als die Rallye Monza in den Kalender aufgenommen wurde, habe ich sofort zugegriffen“, sagte Engel. Zusammen mit der erfahrenen österreichischen Beifahrerin Ilka Minor kam er auf Platz 13 unter 52 Teilnehmern in der Klasse RC2 ins Ziel.

„Herzlichen Glückwunsch an Andreas Mikkelsen und Oliver Solberg, die ŠKODA einen Doppelsieg in der  WRC3 beschert haben. Pontus Tidemand hatte großes Pech, dass die Absage von zwei Wertungsprüfungen ein Nachteil für seinen im Kampf um den WRC2-Titel war“, kommentierte Pavel Hortek, Teammanager von ŠKODA Motorsport. „Mein ganzer Respekt gilt den privaten ŠKODA Teams, die unter solch schwierigen Bedingungen eine großartige Leistung gezeigt haben.“

Ergebnis Rallye Monza (WRC3)

1.     Mikkelsen/Jæger (NOR/NOR), ŠKODA FABIA Rally2 evo, 2:19.47,2 Stunden
2.     Solberg/Johnston (SWE/IRL), ŠKODA FABIA Rally2 evo, + 15,9 Sek.
3.     Huttunen/Lukka (FIN/FIN), Hyundai i20 Rally2, + 1.19,2 Min.
4.     Lindholm/Korhonen (FIN/FIN), ŠKODA FABIA Rally2 evo, + 1.57,8 Min.
5.     Kajetanowicz/Szczepaniak (POL/POL), ŠKODA FABIA Rally2 evo, + 3.38,3 Min.
6.     Bulacia Wilkinson/Der Ohannesian (BOL/ARG), Citroën C3 Rally2, + 4.51,6 Min.

Ergebnis Rallye Monza (WRC2)

1.     Østberg/Eriksen (NOR/NOR), Citroën C3 Rally2, + 2:21.18,4 Stunden
2.     Tidemand/Barth (SWE/SWE), ŠKODA FABIA Rally2 evo, + 25,6 Sek.
3.     Kopecký/Hloušek (CZE/CZE), ŠKODA FABIA Rally2 evo, + 1.23,3 Min.
4.     Fourmaux/Jamoul (FRA/BEL), Ford Fiesta Rally2, + 29.20,4 Min.

Zahl des Tages: 7                                        
Die Norweger Andreas Mikkelsen und Beifahrer Anders Jæger fuhren im ŠKODA FABIA Rally2 evo des Eurosol Racing Team Hungary sieben WRC3-Bestzeiten auf den 14 komplett durchgeführten Wertungsprüfungen.

Der Kalender 2020 der FIA Rallye-Weltmeisterschaft

Veranstaltung/Datum
Rallye Monte Carlo 23.01.–26.01.2020
Rallye Schweden 13.02.–16.02.2020
Rallye Mexiko 12.03.–15.03.2020
Rallye Estland 04.09.–06.09.2020
Rallye Türkei 18.09.–20.09.2020
Rallye Italien Sardinien 08.10.–11.10.2020
Rallye Monza (Italien) 04.12.–06.12.2020

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