ŠKODA Werk Vrchlabí: Hightech-Standort feiert 70sten Geburtstag

› Werk Vrchlabí wurde 1864 eröffnet, seit 1946 ŠKODA Standort
› Erfolgreiche Standorttransformation vom Fahrzeugbau-Werk zum Komponentenwerk in 2012
› ŠKODA zählt zu den bedeutendsten industriellen Arbeitgebern in der Region Hradec Králové

Mladá Boleslav, 22. Dezember 2016 – Seit 70 Jahren ist das ŠKODA Werk Vrchlabí Teil des Produktionsverbund von ŠKODA. Die schnelle und erfolgreiche Standorttransformation im Jahre 2012 auf die zukunftsweisende Produktion von automatisierten Doppelkupplungsgetrieben (DQ 200) ist mit einem langjährigen Investitionsprogramm von ŠKODA verbunden. Die dort produzierten Getriebe kommen in ŠKODA Automobilen und weiteren Modellen des Volkswagen Konzerns zum Einsatz.

„70 Jahre ŠKODA Standort in Vrchlabí unterstreicht einmal mehr die große Tradition der tschechischen Automobilindustrie“, sagt Michael Oeljeklaus, Vorstandsmitglied von ŠKODA AUTO für den Bereich Produktion und Logistik. „Das moderne Doppelkupplungsgetriebe DQ 200, das vom dortigen ŠKODA Team hergestellt wird, ist für den gesamten Volkswagen Konzern von großer strategischer Bedeutung“, so Oeljeklaus.

Das ŠKODA Werk in Vrchlabí knüpft an den Erfolg des Unternehmens Petera und Söhne an. Ursprünglich war es eine Sattlerei, später wurden dort Fahrzeuge, einschließlich Luxuskutschen und Schlitten produziert. Das im Jahre 1864 von Ignatz Theodor Petera gegründete Unternehmen hat im Jahre 1908 erste Automobilkarosserien hergestellt, bereits drei Jahre später hat das Werk einen prestigeträchtigen Auftrag für den Österreich-Ungarischen Kaiser Franz Josef I. erhalten.

ŠKODA Automobile rollten ab 1946 in Vrchlabí vom Band. Im selben Jahr wurde das tschechoslowakische Karosseriewerk verstaatlicht und in das Unternehmen AZNP eingegliedert. Die Mitarbeiter beteiligten sich maßgeblich an der Entwicklung der speziellen Nutzfahrzeug-Ausführungen der erfolgreichen Modellreihe ŠKODA 1101 „Tudor“. Von der damals modernen Produktionsstraße wurden auch die offenen Karosserien und die so genannten STWs produziert – die Vorgänger der heutigen Kombis. Bis 1981 wurden in Vrchlabí insbesondere Spezialkarosserien auf Basis der Baureihen ŠKODA 1200, 1201, 1202 und 1203 gefertigt. Diese wurden durch die Pkws ŠKODA 105/120, FAVORIT, FORMAN, FELICIA, FELICIA COMBI, FELICIA FUN sowie durch die zerlegten (SKD) Fahrzeuge ŠKODA OCTAVIA für den Export nach Polen abgelöst.

Die Standorttransformation in Vrchlabí vom Fahrzeugbau-Werk zum hochmodernen Komponentenwerk erfolgte im Jahr 2012. Binnen 18 Monaten wurde eine neue Werkshalle errichtet und bestehende Produktionshallen modernisiert. Für die schnelle Vorbereitung der DQ 200-Produktion und die dynamische Entwicklung des Standortes wurde das Werk Vrchlabí im vergangenen Jahr als ‘Fabrik des Jahres’ geehrt. Die Auszeichnung gehört zu den renommiertesten Preisen für die verarbeitende Industrie in Europa. Bis heute investierte ŠKODA zusammen mit dem Volkswagen Konzern für die DQ 200-Produktion insgesamt rund 250 Millionen Euro in den Umbau der Produktionshallen, in technische Anlagen, in das Trainingscenter der Getriebefertigung und den Logistikbereich. Das Werk Vrchlabí hat sich so in den vergangenen Jahren zu einem Hightech-Standort entwickelt.

Das ŠKODA Werk Vrchlabí zählt mit seinen rund 1.000 Mitarbeitern zu den bedeutendsten Arbeitgebern in der Region Hradec Králové. Die tägliche Fertigungskapazität wurde in diesem Jahr auf 2.000 Direktschaltgetriebe ausgebaut.

Bis heute wurden dort rund 1,4 Millionen DQ 200-Getriebe gebaut. Diese kommen in ŠKODA Automobilen und weiteren Modellen des Volkswagen Konzerns zum Einsatz.

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