ADAC Rallye Deutschland: Pontus Tidemand und ŠKODA auf dem Weg zum WRC 2-Titel

ADAC Rallye Deutschland: Pontus Tidemand und ŠKODA auf dem Weg zum WRC 2-Titel
Pontus Tidemand/Jonas Andersson (ŠKODA FABIA R5) liegen bei der ADAC Rallye Deutschland auf der dritten Position und können vorzeitig den Titel in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC 2) gewinnen

› Pontus Tidemand und Jonas Andersson trennen noch 52 Kilometer und vier Wertungsprüfungen am letzten Tag der ADAC Rallye Deutschland vom Titelgewinn
› ŠKODA Motorsport kann außerdem vorzeitig die Teamwertung in der Rallye- Weltmeisterschaft (WRC 2) gewinnen
› Jan Kopecký und Pontus Tidemand büßten durch Reifenschäden die Doppelführung für ŠKODA ein und liegen nun an zweiter und dritter Position
› ŠKODA Motorsport Chef Michal Hrabánek: „Das war Pech für Jan und Pontus, aber jetzt konzentrieren wir uns voll auf den Titelgewinn.”

Bosen/Deutschland, 19. August 2017 – Die beiden Teams von ŠKODA Motorsport, Jan Kopecký/Pavel Dresler (CZE/CZE) und Pontus Tidemand/Jonas Andersson (SWE/SWE), mussten ihre Doppelführung für ŠKODA bei der ADAC Rallye Deutschland abgeben. Nach Reifenschäden auf der längsten Wertungsprüfung des zweiten Tages, der berühmt-berüchtigten Panzerplatte, fiel der führende Jan Kopecký auf den zweiten Rang am Ende des Tages zurück, während Pontus Tidemand mit dem Platz zwei nun gute Chancen auf den Fahrertitel in der WRC 2 hat. ŠKODA Motorsport kann außerdem vorzeitig die Team-Wertung der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC 2) gewinnen.

Nach den heftigen Regenfällen der ersten Etappe am Freitag sorgten blauer Himmel und Sonnenschein für einen freundlichen Rahmen zur längsten und härtesten Etappe der ADAC Rallye Deutschland, dem zehnten Lauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft 2017. Der berühmt-berüchtigte Truppenübungsplatz von Baumholder, auf dessen rauen Asphalt-Pisten normalerweise Panzer unterwegs sind, wartete auf die Teams. Am Samstag galt es, gleich zweimal die rund 42 Kilometer lange Wertungsprüfung „Panzerplatte” zu absolvieren.

Die in der WRC 2-Kategorie führenden Jan Kopecký/Pavel Dresler (CZE/CZE) hatten mit ihrem ŠKODA FABIA R5 einen problemlosen ersten Durchgang auf der längsten Prüfung der Rallye. Ihre Teamkollegen Pontus Tidemand/Jonas Andersson (SWE/SWE) kamen dagegen in Schwierigkeiten. Im letzten Viertel der 42 Kilometer langen Wertungsprüfung fingen sie sich einen Reifenschaden ein. „Ich habe wirklich nichts getroffen. Auf einmal war der Reifen platt, sprang von der Felge und demolierte die Karosserie”, kommentierte Tidemand. Er schaffte es ohne Reifenwechsel bis ins Ziel der Prüfung, verlor rund 50 Sekunden und fiel vom zweiten auf den dritten Rang in der WRC 2 zurück. Sein ŠKODA FABIA R5 erwies sich als hart im Nehmen. Nachdem der kosmetische Schaden beim mittäglichen Service behoben war, ging der Schwede mit frisch renovierten Auto auf die nachmittägliche Schleife. Sein härtester Rivale im Kampf um den Titel, Teemu Suninen, hatte ebenfalls einen Reifenschaden und verlor mehr als zweieinhalb Minuten. „Nun fahre ich gewissermaßen im luftleeren Raum, mit weitem Abstand nach vorne und nach hinten. Trotzdem muss ich konzentriert bleiben und das Auto sicher ins Ziel bringen”, betonte Tidemand.

Auf dem zweiten Durchgang der WP „Panzerplatte“ erwischte es dann seine Teamkollegen. Jan Kopecký und Pavel Dresler kassierten einen Plattfuß, wechselten allerdings in der Rekordzeit von rund eineinhalb Minuten den defekten Reifen. „Ich habe auf einer Geraden ganz normal gebremst, aber in der nächsten Kurve ging der Reifen platt. Wir mussten anhalten und wechseln”, kommentierte der tschechische Rallyemeister.

„Das war wirklich Pech für Jan und Pontus, aber jetzt konzentrieren wir uns voll auf den Titelgewinn in der WRC 2”, blickt ŠKODA Motorsport Chef Michal Hrabánek auf den Schlusstag der Rallye voraus. Am letzten Tag der Rallye trennen Pontus Tidemand und Jonas Andersson nur noch vier Prüfungen und rund 52 Kilometer vom vorzeitigen Gewinn der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC 2). Die Aufgabenstellung ist klar: Wenn Titelrivale Teemu Suninen die WRC 2-Wertung nicht gewinnt, reicht Rang vier in der Kategorie zur Weltmeisterschaft.

Zwischenstand der ADAC Rallye Deutschland nach Etappe 2 (WRC 2)

1. Camilli/Veillas (FRA/FRA), Ford Fiesta R5, 2:40.14,1 Stunden
2. Kopecký/Dresler (CZE/CZE), ŠKODA FABIA R5, +1.12,2 Minuten
3. Tidemand/Andersson (SWE/SWE) ŠKODA FABIA R5, + 1.23,4 Minuten
4. Greensmith/Parry (GBR/GBR), Ford Fiesta R5, 2.07,3 Minuten
5. Gilbert/Jamoul (FRA/FRA), ŠKODA FABIA R5, + 2.57,5 Minuten
6. Suninen/Markkula (FIN/FIN), Ford Fiesta R5, 3.04,0 Minuten

Zahl des Tages: 4
Nur noch vier Wertungsprüfungen trennen Pontus Tidemand/Jonas Andersson vom vorzeitigen Gewinn der Rallye-Weltmeister in der WRC 2-Kategorie.

Der Kalender 2017 in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC 2)

Veranstaltung/ Datum
Rallye Monte Carlo; 19.01.–22.01.2017
Rallye Schweden; 09.02.–12.02.2017
Rallye Mexiko; 09.03.–12.03.2017
Rallye Frankreich; 06.04.–09.04.2017
Rallye Argentinien; 27.04.–30.04.2017
Rallye Portugal; 18.05.–21.05.2017
Rallye Italien; 08.06.–11.06.2017
Rallye Polen; 29.06.–02.07.2017
Rallye Finnland; 27.07.–30.07.2017
ADAC Rallye Deutschland; 17.08.–20.08.2017
Rallye Spanien; 05.10.–08.10.2017
Rallye Großbritannien; 26.10.–29.10.2017
Rallye Australien; 16.11.–19.11.2017

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