Elektro-Schlepper im ŠKODA Werk: Solarmodule laden Batterien während der Fahrt

Elektro-Schlepper im ŠKODA Werk: Solarmodule laden Batterien während der Fahrt
Elektro-Schlepper im ŠKODA Werk: Solarmodule laden Batterien während der Fahrt

​› ŠKODA stattet batterieelektrisch angetriebenen Schlepper im Stammwerk Mladá Boleslav mit Solarpaneelen aus
› Nutzung der Sonnenkraft ermöglicht Energieeinsparungen durchschnittlich von circa zehn Prozent
› Insgesamt 17 batterieelektrische Schlepper für die ŠKODA Logistik im Einsatz
› ŠKODA möchte mittelfristig ein Teil der innerbetrieblichen LKW von Dieselmotoren auf alternative Antriebe umstellen
› Emissionsfreie Logistikfahrzeuge sind weiterer Baustein der ,GreenFuture‘-Strategie, mit der ŠKODA umfassende Umweltaktivitäten verwirklicht

​Mladá Boleslav, 9. September 2016 – ŠKODA setzt für die Produktionslogistik im Stammwerk Mladá Boleslav verstärkt auf lokal emissionsfreien Transport mit batterieelektrischem Antrieb. Ein Elektro-Schlepper mit zwei Anhängern wurde jetzt in einem Pilotprojekt zusätzlich mit Solarpaneelen ausgestattet. Die Photovoltaikmodule laden die Lithium-Ionen-Akkus während der Fahrt auf. Von der Nutzung des Solarstroms verspricht sich ŠKODA eine Energieeinsparung von durchschnittlich circa 10 Prozent jährlich. Falls sich die Nutzung der Photovoltaik im Testlauf bewährt, kommt es zum Masseneinsatz.

​Die Solarmodule sind auf den Dächern der Anhänger montiert. Da sie die Traktionsbatterien der Zugfahrzeuge während der Fahrt aufladen, stehen diese seltener an den Stromladestationen. Die Solar-Zugmaschine benötigt durchschnittlich um zehn Prozent weniger Strom und erzielt zugleich längere Einsatzzeiten zwischen den Ladevorgängen. In der Regel werden die Fahrzeugakkus über das Wochenende von den Solarpaneelen voll aufgeladen. An einem Tag legen die batterieelektrisch betriebenen Zugmaschinen im Werk Mladá Boleslav rund 70 Kilometer zurück.

Über Sensoren wird jeder Ladevorgang überwacht und alle Daten aufgezeichnet. So lässt sich für jeden einzelnen Betriebstag ablesen, wie lange ein Ladezyklus dauert, wie viel Energie aus dem Stromnetz stammt und welchen Anteil die Solarpaneele beisteuern. Diese Daten werden im Rahmen des halbjährigen Studiengangs „Green Logistics“ an der Hochschule von ŠKODA AUTO ausgewertet.

Neben der Elektro-Zugmaschine mit zusätzlichen Solarpaneelen sind im Werk Mladá Boleslav fünfzehn weitere batterieelektrisch betriebene Logistik-Schlepper eingesetzt. Sie ,tanken‘ ausschließlich an Stromladestationen. Im Rahmen der Umweltstrategie ,GreenFuture‘ hat sich ŠKODA zum Ziel gesetzt, die Fahrzeuge für die innerbetriebliche Logistik teilweise auf alternative Antriebe umzustellen. Für die nähere Zukunft verfolgt der Hersteller die Vision, dass die Mehrheit der in der Nähe des böhmischen Werks ansässigen Zulieferer ihre Komponenten ausschließlich mit LKWs, die einen alternativen Antrieb aufweisen, an die Montagebänder fahren.

Die Elektrooffensive bei den Logistikschleppern bildet einen weiteren Baustein der Umweltaktivitäten von ŠKODA, die der Hersteller im Rahmen der Strategie ,GreenFuture‘ vorantreibt und die auf mehreren Säulen beruht. ,GreenProduct‘ ist der ganzheitliche Ansatz für besonders umweltverträgliche ŠKODA Modelle über den gesamten automobilen Lebenszyklus – von der Forschung und Entwicklung bis zur ökologischen Wiederverwertung ausgedienter Fahrzeuge. Einen Schwerpunkt bilden emissionsarme Antriebe. Derzeit sind 107 Modellvarianten mit Emissionswerten unter 120 g CO2/km, davon 37 mit Werten unter 100 g CO2/km, im Angebot der Marke.

Mit ,GreenFactory‘ verfolgt ŠKODA zahlreiche Maßnahmen zugunsten einer möglichst ressourcenschonenden Produktion. Durch Verminderung des Energie- und Wasserverbrauchs, der Abfallmenge und der Emissionen von CO2 und sogenannten Volatile Organic Compounds (VOC) erzielte ŠKODA zwischen 2010 und 2015 durchschnittlich bereits eine Umweltentlastung von 35,8 Prozent. Um diesen positiven Trend zu beschleunigen, hat das Unternehmen mittlerweile noch ambitioniertere Umweltziele festgelegt. Demnach wird ŠKODA bis 2018 die Umweltauswirkungen seiner Produktion um 45 Prozent senken, gegenüber 2010 also nahezu halbieren. Auch die ökologischen Optimierungen der Logistik – wie der elektrisch angetriebene Werksverkehr – tragen zu ,GreenFuture‘ bei.