Der vielseitige Octavia. Kennst du auch diese Modelle?

Der vielseitige Octavia. Kennst du auch diese Modelle?

Seit 30 Jahren ist der Škoda Octavia der Bestseller der Marke in der modernen Ära – mit fast acht Millionen produzierten Fahrzeugen über vier Generationen hinweg. Die Vielseitigkeit des Modells zeigt sich auch in der breiten Palette an Varianten, die für unterschiedliche Einsatzzwecke entwickelt wurden. Werfen wir einen Blick zurück auf einige der Interessantesten davon.

14. 9. 2026 Unternehmen

Der Škoda Octavia ist eine Ikone. Ob als Limousine oder als Kombi – er bietet seinen Kundeninnen und Kunden seit jeher großzügiges Platzangebot, Sicherheit, Praktikabilität und neue Technologien. Dank seiner Flexibilität konnten die Škoda Ingenieure in Mladá Boleslav zudem verschiedene Wege beschreiten, um das Modell ganz auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kundinnen und Kunden zuzuschneiden.

Erste Generation – luxuriös, sportlich und geländegängig

In Mladá Boleslav werden nur die exklusivsten Modelle mit Premium-Ausstattung nach den Firmengründern benannt. Der Octavia und der Octavia Combi in der „Laurin & Klement“-Ausführung wurden im Herbst 1998 auf dem Pariser Autosalon vorgestellt, drei Jahre nach Produktionsbeginn des Modells. Diese äußerst raffinierte Flaggschiff-Ausstattung zeichnete sich durch luxuriöse Lederpolsterung, Holzverkleidungen und markante 16-Zoll-Leichtmetallräder im Sieben-Speichen-Design aus.

Das „Laurin & Klement“-Ausstattungspaket diente zudem als Grundlage für eine der seltensten Versionen des Octavia: die Long-Variante. Das Fahrzeug verfügte über einen um 80 mm verlängerten Radstand, was unter anderem verlängerte Bremsleitungen und eine völlig neue Dachkonstruktion erforderte. Der Octavia Long war nicht für Autohäuser bestimmt; stattdessen wurde er an staatliche Stellen geliefert und auch von mehreren Führungskräften aus der Wirtschaft genutzt. Insgesamt wurden nur 19 Exemplare produziert, bevor er schließlich durch den Škoda Superb der ersten modernen Generation abgelöst wurde.

Die Partnerschaft mit dem Volkswagen Konzern eröffnete Mladá Boleslav neue technologische Möglichkeiten. Eine davon war die Einführung des Allradantriebs mit einer Haldex-Kupplung, die die Hinterachse elektronisch zuschaltete, sobald ein Durchdrehen der Vorderräder festgestellt wurde. Der Octavia war das erste Modell, das mit diesem System ausgestattet wurde, und damit der erste Pkw in der modernen Geschichte von Škoda mit Allradantrieb.

Eine der Varianten, die sich durch alle vier Generationen hindurch bewährt hat, ist die sportliche RS-Ausführung. In ihrer ersten Generation wurde sie von einem spritzigen 1,8-Liter-20-Ventil-Turbomotor mit 180 PS angetrieben. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Marke führte Škoda zudem die limitierte RS WRC Edition ein, die sich durch 17-Zoll-Leichtmetallfelgen und vom Rallyesport inspirierte Seitenaufkleber auszeichnete. Es wurden nur 100 Exemplare gebaut, darunter 37 mit Rechtslenkung.

Zweite Generation – die schnellste aller Zeiten und bereits elektrisch

In ihrer zweiten Generation legte die dynamische RS-Version die Messlatte erneut höher. Ausgestattet mit einem 200 PS starken 2.0-TSI-Motor erreichte sie eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h. Zum ersten Mal war die RS-Baureihe auch mit einem 170 PS starken 2.0-TDI-Motor erhältlich. Ein Octavia RS mit Benzinmotor ging sogar noch einen Schritt weiter und erreichte die außergewöhnliche Geschwindigkeit von 365 km/h. Diese Leistung wurde auf den Bonneville Salt Flats in Utah erzielt, wo ein speziell modifizierter Octavia Bonneville einen Geschwindigkeitsrekord aufstellte, der in seiner Kategorie bis heute ungeschlagen ist.

Der Octavia der zweiten Generation war auch bereits mit elektrischem Antrieb vertraut. Schon 2010 präsentierte Škoda einen voll funktionsfähigen Prototyp, der von einem Elektromotor mit einer Dauerleistung von 60 kW und einer Spitzenleistung von bis zu 85 kW angetrieben wurde. Die Energie lieferte ein 26,5-kWh-Lithium-Ionen-Akku, der eine Reichweite von etwa 140 Kilometern ermöglichte.

Nach der Einführung des Allradantriebs in der ersten Generation erweiterte die zweite Generation das Geländepotenzial des Modells durch die Einführung der Scout-Version. Zusätzlich zum Haldex-Allradantriebssystem verfügte sie über eine erhöhte Bodenfreiheit und schützende Kunststoffverkleidungen, die nicht nur die Geländegängigkeit abseits befestigter Straßen verbesserten, sondern dem Fahrzeug auch ein robustes Aussehen und einen Hauch von Flair verliehen.

Dritte Generation – Erdgasantrieb und ein Sammlerstück

Die dritte Generation des Octavia stand im Zeichen der Einführung der modularen MQB-Plattform, neuer Sicherheitsassistenzsysteme und einer neuen Motorengeneration. Neben den bekannten Benzin- und Dieselmotoren wurde erstmals auch eine Variante mit komprimiertem Erdgas (CNG) in das Modellprogramm aufgenommen. Diese unter der Bezeichnung G-TEC vermarktete Variante wurde zunächst von einem 1.4-TSI-Motor angetrieben.

Ihre größte Stärke war die außergewöhnliche Gesamtreichweite. Sobald die unter Druck stehenden Tanks mit 15 kg Erdgas leer waren, konnten sich die Person am Steuer weiterhin auf einen 50-Liter-Benzintank verlassen. Dadurch betrug die Gesamtreichweite mehr als 1.300 Kilometer. Im Jahr 2015 absolvierte ein solches Fahrzeug eine Langstreckenfahrt von Prag nach Norwegen und erreichte dabei eine bemerkenswerte Reichweite von 1.700 Kilometern.

Der sportliche RS blieb auch in dieser Generation ein wichtiger Bestandteil der Modellpalette. Nach der Modellpflege im Jahr 2017 führte Škoda jedoch eine noch sportlichere Version für anspruchsvolle Fahrerinnen und Fahrer ein – den RS 245. Die Leistungssteigerung des Vierzylindermotors auf 245 PS war dabei nur der Anfang. Das eigentliche Highlight war das Fahrwerkspaket, das ein VAQ-Sperrdifferenzial, eine um 30 mm verbreiterte Hinterradspur sowie serienmäßiges Dynamic Chassis Control (DCC) umfasste. Der Octavia RS 245 genießt unter Liebhabern bis heute hohes Ansehen.

Auf der Frankfurter Automobilausstellung 2013 stellte Škoda schließlich die damalige Modellvariante mit der offiziellen Bezeichnung Škoda Octavia GreenLine vor. Dieses Modell wurde von einem 110 PS starken 1.6-TDI-Motor angetrieben. Es verfügte über Reifen mit geringem Rollwiderstand, angepasste Übersetzungsverhältnisse und einen weniger durchlässigen Kühlergrill, der den Luftwiderstand reduzieren sollte.

Vierte Generation – Einführung der Hybridtechnologie, einschließlich Plug-in-Fähigkeit

Die vierte Generation des Octavia feierte 2019 ihr Debüt. Sie stellte in Bezug auf Design, Ausstattung und Digitalisierung einen bedeutenden Fortschritt dar. Zum ersten Mal vereinte sie Benzin- und Elektroantrieb durch Mild-Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Technologien. Die Bezeichnung „e-TEC“ bezog sich auf ein 48-Volt-Mild-Hybrid-System mit einer Batterie und einem Startergenerator, der den Verbrennungsmotor beim Beschleunigen unterstützte und beim Bremsen Energie zurückgewann. Der Plug-in-Hybrid Octavia iV bot eine Gesamtleistung von 150 PS und nutzte eine Lithium-Ionen-Batterie, die sowohl extern als auch intern aufgeladen werden konnte, wodurch das Fahrzeug mehrere Dutzend Kilometer rein elektrisch zurücklegen konnte.

Die Plug-in-Hybrid-Technologie hielt zudem erstmals Einzug in die RS-Baureihe. Das elektrifizierte Flaggschiff führte mehrere Innovationen in die RS-Familie ein, darunter die E-Booster-Funktion, die beim Betätigen des Gaspedals sofort das maximale Drehmoment des Elektromotors bereitstellte. Dies trug dazu bei, das Turboloch beim Beschleunigen aus Kurven zu beseitigen. Eine weitere Neuerung war ein Soundgenerator, der im Sportmodus einen intensiveren Motorsound erzeugte.

Der Octavia Long der ersten Generation war nicht der einzige leicht verlängerte Octavia, der entwickelt wurde, um den Kundenanforderungen gerecht zu werden. Im Jahr 2021 wiederholte die vierte Generation diesen Schritt für den chinesischen Markt. Der Octavia Pro verfügte über einen um 44 mm auf insgesamt 2.730 mm verlängerten Radstand, wobei der gesamte zusätzliche Platz den Fondpassagieren zugutekam. Das Modell war zudem mit dynamischen, vom RS inspirierten Stoßfängern, 18-Zoll-Leichtmetallrädern und einem sportlichen Dreispeichenlenkrad ausgestattet.

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Markteinführung der ersten Octavia Generation der modernen Baureihe bringt Škoda Auto in ausgewählten Märkten die limitierte Sonderedition „Octavia 30th Anniversary Edition“ auf den Markt. Die Sonderedition ist sowohl als Limousine als auch als Kombi erhältlich und kann marktspezifische Ausstattungsmerkmale aufweisen.

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