Die Geschichte hinter der Tarnung des Škoda Peaq

Die Geschichte hinter der Tarnung des Škoda Peaq

Der vollelektrische Škoda Peaq ist bereits unter realen Bedingungen sichtbar gewesen. Vorerst bleibt er jedoch getarnt. Diese Tarnung ist vom Namen des Modells inspiriert und greift das Motiv von Berggipfeln auf, kombiniert mit den Farben eines Sonnenuntergangs.

17. 4. 2026 eMobilität

Die Tarnung hat einen klaren Zweck: Sie soll die Proportionen und Konturen des SUV verbergen, damit es vor seiner offiziellen Weltpremiere auf der Straße gefahren werden kann, während das finale Design geheim bleibt.

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„Gleichzeitig erzählt jede Tarnung in gewisser Weise eine Geschichte über das jeweilige Modell“, erklärt Designer Petr Petzet. Beim Škoda Peaq handelt es sich um das bislang größte Elektrofahrzeug der Marke. Im auffälligen Design war er bei Testfahrten in der Nähe des Comer Sees in Italien zu sehen.

 

Das Design der Tarnung entstand aus einem kleinen internen Wettbewerb, bei dem mehrere Designer erste Vorschläge einreichten. In Zusammenarbeit mit den Abteilungen für Kommunikation und Marketing wurde schließlich das vom Namen des Modells inspirierte Design ausgewählt. „Die abstrakte Darstellung von Tälern und Gipfeln war für mich eine unmittelbare Inspirationsquelle“, sagt Petzet.

Petr Petzet
Designer

Während das Muster selbst von Anfang an relativ klar war, durchlief die Farbgebung mehrere Iterationen. „Wir wollten die Eleganz des Fahrzeugs betonen, weshalb wir uns für gedecktere Farbtöne in Kombination mit einer matten Folie entschieden haben. Die dominierende Farbe ist Škoda Emerald Green, ergänzt durch dezente Sonnenuntergangstöne“, erklärt Petzet. Das Sonnenuntergangsmotiv an der Seite des Fahrzeugs erfüllt zudem eine wichtige Funktion innerhalb der Tarnung: Kontrastierende Farbelemente über die gesamte Karosserie hinweg tragen zur Tarnung bei und verbinden das Design thematisch über die gesamte Länge des Autos.

Das Design basiert auf optischen Täuschungen   

„Schlichtheit ist das bestimmende Merkmal der Designsprache von Modern Solid. Die Gesamtproportionen zu verbergen und das Auge zu täuschen, ist daher eine ziemliche Herausforderung. Die Tarnung entsteht somit durch die Verflechtung unregelmäßiger Linien und Formen“, erklärt Petzet. 

Gleichzeitig weist die Tarnung eine Reihe von Elementen auf, die im Gegenteil die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und dadurch die Wahrnehmung des Ganzen erschweren. Eines davon ist der bereits erwähnte Sonnenuntergang; ein weiteres ist der Hauptgipfel auf der Heckscheibe. „Die gesamte Tarnung ist miteinander verbunden, baut aufeinander auf und erzählt eine Geschichte“, sagt Petzet. Die Tarnung enthält auch versteckte Details: Der Designer hat an mehreren Stellen ein kleines Amphibium versteckt, das sich in die Struktur der Fahrzeugtarnung einfügt.

Eine der Neuerungen ist die auf die Räder aufgebrachte Tarnung. „Diese sind normalerweise nur mit einer matten, dunklen Folie abgedeckt, aber jetzt ergänzen sie optisch den Rest des Fahrzeugs“, sagt Petzet. Der Grund dafür ist, dass Škoda beabsichtigte, das Fahrzeug bei seinen ersten Testfahrten auf 20-Zoll-Rädern zu präsentieren, deren Design bis zur Premiere geheim bleiben soll.

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Sorgfältige Vorbereitung

Da es sich bei der Tarnung nicht um ein sich zufällig wiederholendes Muster handelt, sondern um maßgeschneiderte Grafiken, die speziell auf die Karosserie des Peaq-Modells abgestimmt sind, erforderte die endgültige Vorbereitung ein hohes Maß an Präzision. Von den ersten Entwürfen über die Entwicklung der grafischen Kurven bis hin zu den ersten Testdrucken nahm die Vorbereitung mehr als 100 Stunden in Anspruch. Erst danach begann die Anbringung der Folie auf den Fahrzeugen.

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Die gesamte Tarnung besteht aus sieben Druckdateien. „Die eigentliche Arbeit, die Folien auf das Auto aufzubringen, dauerte dann etwa eine Woche“, fügt Petzet hinzu. Bevor das Ergebnis bei der Eröffnung der neuen Batterieproduktionsanlage erstmals enthüllt wurde, gab es für Petr Petzet noch ein kleines Sahnehäubchen: „Kurz vor der ersten Präsentation musste nur noch der ‚Škoda‘-Schriftzug von Hand an der Vorder- und Rückseite des Fahrzeugs angebracht werden – das ist sozusagen der symbolische letzte Schliff“, schließt der Designer mit einem Lächeln.