Meet the Peaq: Großer SUV mit hervorragender Aerodynamik

Meet the Peaq: Großer SUV mit hervorragender Aerodynamik

Die Aerodynamik hat großen Einfluss auf den Energieverbrauch und damit auf die Reichweite. Beim vollelektrischen SUV Škoda Peaq stellte sie die Experten von Škoda Auto vor eine besondere Herausforderung. Erfahren Sie, wie es ihnen gelungen ist, einen außergewöhnlich niedrigen Luftwiderstand zu erzielen.

9. 6. 2026 eMobilität

Es mag zunächst überraschend klingen, doch der Luftwiderstand von Škodas derzeit größtem Modell entspricht in etwa dem einer flachen, quadratischen Platte mit einer Kantenlänge von rund 72 Zentimetern. Der niedrigste erzielte Luftwiderstandsbeiwert liegt bei 0,249 – ein hervorragender Wert für einen Siebensitzer-SUV.

Jedes Tausendstel des Luftwiderstandsbeiwerts zählt. Warum das so ist, erklärt Štěpán Janda, Leiter der Abteilung Aerodynamik: „Jedes Tausendstel, um das wir den Luftwiderstandsbeiwert senken, bedeutet etwa einen zusätzlichen Kilometer Reichweite – auf Autobahnen sogar noch mehr. Und das ganz ohne zusätzliche Batteriezelle.“

Damit der Peaq so effizient wie möglich fährt, haben die Ingenieure Dutzende Bereiche und Hunderte Details feinabgestimmt, die wie ein Gesamtsystem zusammenspielen müssen. Denn aerodynamische Effizienz ist nie das Ergebnis einer einzelnen Lösung, sondern vielmehr die Summe vieler kleiner Optimierungen. Sie erhöhen nicht nur die Reichweite des Elektrofahrzeugs, sondern tragen auch zu einem leisen und komfortablen Fahrverhalten sowie zu einer effizienten Fahrzeugkühlung bei.

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Einer der aerodynamisch anspruchsvollsten Bereiche eines Fahrzeugs sind die Räder. Die Turbulenzen, die durch ihre Rotation entstehen, stören den Luftstrom rund um das Fahrzeug und erhöhen den Luftwiderstand spürbar. Deshalb haben die Ingenieure diesem Bereich bei der Entwicklung des Peaq besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Eine einzelne Lösung reicht hier jedoch nicht aus – gefragt ist vielmehr ein umfassendes Maßnahmenpaket.

Der Peaq nutzt die bereits aus anderen Škoda Modellen bekannten Air-Curtain-Kanäle. Sie leiten Luft durch das Innere der Frontstoßstange und führen sie gezielt entlang der Vorderräder. So werden unerwünschte Turbulenzen in diesem Bereich reduziert. Interessanterweise befinden sich ihre Einlässe nicht wie üblich direkt in den Ecken der Stoßstange, sondern näher am Kühlergrill. Grund dafür ist die Designsprache „Modern Solid“, die eine flächigere und klarere Gestaltung der vorderen Ecken vorsieht. „Das Ergebnis ist ein längerer und komplexerer interner Luftkanal, der nach umfangreicher aerodynamischer Optimierung jedoch genauso effektiv arbeitet wie eine herkömmliche Lösung“, sagt Václav Ptáček, leitender Spezialist für Außenaerodynamik im Peaq Projekt.

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Die Air-Curtain-Kanäle wirken mit mehreren zusätzlichen aerodynamischen Maßnahmen im Bereich der Vorderräder zusammen. Dazu zählen der integrierte Radlaufspoiler, das Luftleitblech am Unterboden, die aktive Kühlerjalousie zwischen den Kühlern sowie die aerodynamischen Radabdeckungen. Gemeinsam tragen sie dazu bei, den Luftstrom möglichst sauber um die Räder zu führen und den Luftwiderstand zu verringern.

Auch die Designsprache „Modern Solid“ selbst unterstützt einen gleichmäßigeren Luftstrom. Zu ihren charakteristischen Merkmalen gehören glatte Karosserieseiten, minimale Übergänge zwischen Seitenfenstern und Säulen sowie bündig eingelassene, versenkbare Türgriffe. All diese Details helfen dabei, einen möglichst gleichmäßigen Luftstrom entlang der Karosserie zu erzielen.

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Die Aerodynamik beeinflusst nicht nur Energieverbrauch und Reichweite, sondern auch weitere Fahrzeugeigenschaften. „Der Außenspiegel zeigt deutlich, dass es bei der Aerodynamik nicht allein um die Verringerung des Luftwiderstands geht. Seine Form wirkt sich auch auf die Windgeräusche aus – und darauf, wie schnell das Spiegelglas während der Fahrt verschmutzt“, betont Štěpán Janda und verweist damit auf eines von vielen wichtigen Details.

Den letzten aerodynamischen „Kampf“ bestreiten die Ingenieure am Heck des Fahrzeugs. Denn die Art und Weise, wie die Luft das Fahrzeug verlässt, hat entscheidenden Einfluss auf den endgültigen Luftwiderstandswert. „Zusammen mit anderen Heckelementen steuert der Dachspoiler präzise das Nachlaufverhalten des Fahrzeugs, also den Luftstrom hinter dem Auto“, sagt Václav Ptáček. Die markante dreidimensionale Form des Spoilers entstand in enger Zusammenarbeit zwischen Aerodynamik- und Designteam. Sie verbindet einen geringen Luftwiderstand mit einem modernen Look. Auch die seitlichen Finlets, die scharfen Hinterkanten rund um Rückleuchten und Stoßfänger sowie der Heckdiffusor mit Aero-Spoiler spielen dabei eine wichtige Rolle.

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